von Larissa Plath

„Es ist besser, sie nicht anzusehen.“ Mit „sie“ sind die Opfer eines mordenden Mutter-Tochter-Gespanns gemeint, welches sein abgeschiedenes Hotel nutzt, um wohlhabende männliche Gäste ins Jenseits zu befördern und sich auf diese Weise zu bereichern. Was die namenlose Mutter (Julia Wolff) ihrer Tochter Martha (Lena Vogt) gegenüber nüchtern feststellt, ist nur eine von vielen, in ihrer teilnahmslosen Kälte so erschreckenden Aussagen, die im Laufe des Stücks folgen sollen. Das grausame Handeln dient der eigenen Rettung in eine vermeintlich bessere Zukunft, aber am Ende scheitern beide an ihrem Unvermögen, sich der Realität zu stellen.

von Larissa Plath

Der Vorfall ist schnell umrissen: Ein Täter, ein Stock, ein Opfer und, als Resultat, zwei abgebrochene Schneidezähne. Ursache und Folgen der Tat zu ermitteln, ist da schon schwieriger. Zu diesem Zweck treffen sich die Eltern von Übeltäter Ferdinand und dem Leidtragenden Bruno, eine Stellungnahme wird verfasst, die Streiterei wird geklärt. So zumindest könnte das Friedensgespräch laufen, wären da nicht die vielen großen und kleinen Konflikte, die nach und nach zutage gefördert werden, bis schließlich der „Gott des Gemetzels“ die Oberhand zu gewinnen droht. Yasmina Rezas Erfolgsstück, seit seiner Uraufführung 2006 zum modernen Komödienklassiker geworden, ist seit Mitte September in bester Kammerspielmanier auf der Bühne im TiC-Theater zu erleben.

von Larissa Plath

„HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung“, schreibt Saša Stanišić. Irgendwo dazwischen, zwischen Flucht und Ankunft, Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Roman, Essay und Autobiographie, bewegt sich sein aktuelles Buch. Am 28. Mai liest der Bestsellerautor in der Elberfelder CityKirche.

IMG_7799von Julia Wessel

Else Lasker-Schüler ist in diesem Jahr präsenter denn je: Zum 150. Geburtstag der Schriftstellerin ziehen sich unter dem Motto „Meinwärts“ Veranstaltungen aller Art durch ihre Geburtsstadt Wuppertal. Auch die Bergische Universität, die hinsichtlich der Künstlerin bereits auf eine langjährige Forschungstradition zurückblicken kann, lässt es sich nicht nehmen, ein Format beizusteuern und ihr Leben und Wirken aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu beleuchten.

von Larissa Plath

Die Galerie des Wuppertaler Opernhauses liegt im Dunkeln. Durch eine der Seitentüren schleichen wir möglichst geräuschlos zu unserer Sitzreihe. Über uns wölbt sich das imposante Kuppeldach, unten sind hier und da ein paar schemenhafte Gestalten in der Nähe des Lichtpults auszumachen. Lediglich die Bühne ist hell beleuchtet. Ein Besuch im Opernhaus verspricht stets eine Veranstaltung in besonderer Atmosphäre, doch an diesem Februarabend ist die Stimmung eine andere, ungewohnte. Wir sind die einzigen Gäste, vielmehr stille Beobachter, für die der Vorhang geöffnet und vor der Premiere ein Blick auf die aktuelle Inszenierung ermöglicht wird.

IMG_7731von Anthoula Hatziioannou

 

Am Sonntag, den 10. Februar, liest Julia Wolff im Rahmen des Projekts „Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler“ aus Verzauberte Heimat. Else Lasker-Schüler und Wuppertal. Julia Wolff ist Schauspielerin, Film- und Fernsehproduzentin, die vielen von den Wuppertaler Bühnen und ihrer jetzigen Rolle als die böse Stiefmutter aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bekannt sein dürfte.

von Larissa Plath

Seit September 2018 läuft die Ausstellung mit Werken der Malerin Paula Modersohn-Becker im Wuppertaler Von der Heydt-Museum. Wer die Gemälde der Künstlerin und ihrer Zeitgenossen aus Worpswede und Paris bisher noch nicht besichtigt hat, dem bietet sich noch bis zum 24. Februar die Gelegenheit dazu: Aufgrund des großen Anklangs wurde die ursprünglich bis Januar geplante Ausstellung um mehr als einen Monat verlängert.

von Larissa Plath

Zu einem Abend im Zeichen junger deutsch-jüdischer Gegenwartsliteratur lädt nächste Woche das Katholische Bildungswerk ins Stadthaus in der Laurentiusstraße. Die Lesung aus Mirna Funks Roman Winternähe und das anschließende Gespräch mit der Autorin sind eine Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge und der Bergischen Universität Wuppertal.

von Larissa Plath

Auf den Höhen der Bergischen Universität Wuppertal wird das neue Jahr musikalisch eingeläutet: Statt Vorlesungen oder Gastvorträgen zu lauschen, gilt es, sich in neue Gefilde zu wagen, wenn am 10. Januar Musiker des Wuppertaler Sinfonieorchesters im Rahmen der Konzertreihe „Uptown Classics“ die Räumlichkeiten am Grifflenberg bereits zum zweiten Mal als unkonventionelle Spielstätte erkunden.

von Larissa Plath

Eine Aufschrift in einer Bar im New Yorker Szeneviertel Greenwich Village lieferte Edward Albee die Idee für den Titel des Dramas, das zu seinem Meisterwerk werden sollte: In Anlehnung an das bekannte Kinderlied um den „großen bösen Wolf“ kommt Albees Stück auf den ersten Blick harmlos daher, entpuppt sich aber sehr schnell als bitterböse Satire, die mit dem ‚American Way of Life‘ abrechnet. Das Cronenberger TiC-Theater nimmt Albees meistgespieltes Werk im Rahmen der Reihe „Starke Stücke“ in den aktuellen Spielplan auf.