Die aktuelle Spielzeit der Wuppertaler Bühnen neigt sich dem Ende zu, bald schon kehrt Ruhe ein und die verschiedenen Spielstätten fallen in ihren wohl verdienten Sommerschlaf. Schon jetzt ist die Vorfreude auf das neue Programm groß: Opernintendant Berthold Schneider, Schauspielintendant Thomas Braus und Generalmusikdirektorin Julia Jones stellen spannungs- und abwechslungsreiche Spielpläne für die anstehende Saison vor – eine Kombination aus Neuem und Bewährtem, Bekanntem und Unbekanntem.

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Ein Amoklauf mit 37 Toten – und einem Überlebenden. Für John Smith gibt es dafür nur eine Erklärung: Gott hat ihn auserwählt und ihm die Chance gegeben, ein besserer Mensch zu werden. Doch Johns Umfeld traut dem plötzlichen Sinneswandel nicht. Ab dem 5. Mai zeigt das Schauspiel Wuppertal mit „Zur Mittagsstunde“ erstmalig ein Stück des US-Amerikaners Neil LaBute, der neben seiner Tätigkeit als Dramatiker unter anderem bei Filmen wie „Besessen“ (2002) und „The Wicker Man“ (2006) Regie führte. Ein Werk über Zufall und Vorsehung, Neuanfänge und Theodizee, inszeniert von Schirin Khodadadian.

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Was geschieht, wenn Jean Paul Sartre, Erich Kästner, Franz Liszt und Dead Can Dance aufeinandertreffen? Die Antwort lautet: große Kunst! Das bewiesen sechs Studierende der Bergischen Uni Wuppertal mit drei ebenso gut besuchten wie gelungenen Vorstellungen unter dem Titel „Alte Liebe. Neue Lieder“. 15 Jahre lang leitete Cornelia Niedzkowski, Gesangsdozentin im Fachbereich Musikpädagogik, das Projekt „Musik trifft Literatur“. Die vergangenen drei Aufführungen waren jedoch vorerst die letzten Veranstaltungen dieser Reihe.

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Der Begriff „Heimat“ ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt. Im Positiven wie Negativen wirft das Bedeutungsfeld zahlreiche Konnotationen auf, wie Flucht, Entwurzelung, Sehnsucht und Zugehörigkeit. Diesen Themen widmet sich auch die diesjährige Veranstaltungsreihe der auf drei Spielzeiten angelegten Initiative „Sound of the City“ der Oper Wuppertal, diesmal unter dem Titel „Teil 2: Copyright Heimat“.

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Die Wuppertaler Citykirche im Herzen der Elberfelder Innenstadt wird zur kulturellen Begegnungsstätte: Vom 8. bis zum 14. April treffen im Rahmen des Festivals „Assoziationen“ Musik, Literatur und bildende Kunst aufeinander. Erhard Ufermann und Werner Dickel haben ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das am Sonntag, den 8. April um 16 Uhr mit einer musikalisch wie tänzerisch begleiteten Vernissage eröffnet wird.

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Ein junger Anzugträger namens Michel kehrt nach Jahren in eine am Meer liegende Kleinstadt zurück, in der er damals die schönste aller Frauen gesehen hat. Doch nichts ist mehr wie bei seinem ersten Besuch: Die exzentrischen Bewohner, die ihn kurzerhand zum König der Stadt erklären – inklusive Kochtopfkrone und Haarfönzepter – haben ihr Gedächtnis verloren und betteln nun um Michels Erinnerungen, um sie als ihre eigenen anzunehmen. Als Michel seine Julietta endlich findet, scheinen sich Vergangenheit und Gegenwart, Fiktives und Reales nur noch weiter zu verstricken – wie in einem Traum, in dem die Gesetze der Realität nicht gelten. In einer farbenprächtigen Inszenierung zeigt die Oper Wuppertal Bohuslav Martinůs 1938 uraufgeführten Dreiakter „Julietta“, eine zweifelhafte Liebesgeschichte, deren Schauplatz nach einer skurrilen Traumlogik funktioniert.

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Welche emanzipierte Frau braucht schon einen Mann? Sicher nicht die junge Baby, die sich stattdessen männliche Puppen hält – denn diese kümmern sich um ihren Haushalt und ihr leibliches Vergnügen, ohne sie in ihrer Selbstbestimmtheit einzuschränken. Doch wie weit kann sich eine Frau von der Opferrolle entfernen, ohne selbst zur Täterin zu werden? Diesen Donnerstag nimmt das Wuppertaler Schauspiel mit Anne Leppers „Mädchen in Not“ ein in vielerlei Hinsicht brandaktuelles Stück ins Programm auf.

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„Es ist ein sehr komplexer Beruf, es ist ein sehr harter Beruf, eigentlich, habe ich manchmal den Eindruck, ist es gar kein Beruf.“, so Michael Zeller über das Leben als Schriftsteller. Aufgeben will er das Autorendasein jedoch nicht – zum Glück! Am 22. März liest der Wahlwuppertaler in der Buchhandlung v. Mackensen am Laurentiusplatz aus seinem jüngsten Werk „Die türkische Freundin“, einem Sammelband mit Prosa und Lyrik rund um deutsch-türkische Begegnungen.

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Bereits seit 55 Jahren nehmen jährlich tausende junge Musiker aus ganz Deutschland am renommierten Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil – und legen damit nicht selten den Grundstein für eine musikalische Karriere. Nach den diesjährigen Regionalwettbewerben im Januar und Februar findet die zweite Runde auf Landesebene erstmalig in Wuppertal statt: