von Larissa Plath

Der Vorfall ist schnell umrissen: Ein Täter, ein Stock, ein Opfer und, als Resultat, zwei abgebrochene Schneidezähne. Ursache und Folgen der Tat zu ermitteln, ist da schon schwieriger. Zu diesem Zweck treffen sich die Eltern von Übeltäter Ferdinand und dem Leidtragenden Bruno, eine Stellungnahme wird verfasst, die Streiterei wird geklärt. So zumindest könnte das Friedensgespräch laufen, wären da nicht die vielen großen und kleinen Konflikte, die nach und nach zutage gefördert werden, bis schließlich der „Gott des Gemetzels“ die Oberhand zu gewinnen droht. Yasmina Rezas Erfolgsstück, seit seiner Uraufführung 2006 zum modernen Komödienklassiker geworden, ist seit Mitte September in bester Kammerspielmanier auf der Bühne im TiC-Theater zu erleben.

Die Wochen vor Weihnachten sind zwar jedes Jahr voll belegt mit Weihnachtsfeiern, dennoch gibt es häufig hier und da ein wenig Luft im Kalender. Falls ihr noch auf der Suche seid, wie ihr die freie Zeit mit lieben Menschen bei besonderen, vorweihnachtlichen Events verbringen könnt, werdet ihr in unserer Empfehlungsliste mit Veranstaltungen während der Adventszeit und vor Silvester sicher fündig:

von Larissa Plath

Eine Aufschrift in einer Bar im New Yorker Szeneviertel Greenwich Village lieferte Edward Albee die Idee für den Titel des Dramas, das zu seinem Meisterwerk werden sollte: In Anlehnung an das bekannte Kinderlied um den „großen bösen Wolf“ kommt Albees Stück auf den ersten Blick harmlos daher, entpuppt sich aber sehr schnell als bitterböse Satire, die mit dem ‚American Way of Life‘ abrechnet. Das Cronenberger TiC-Theater nimmt Albees meistgespieltes Werk im Rahmen der Reihe „Starke Stücke“ in den aktuellen Spielplan auf.