Es war Ende der Achtziger, als die Schriftstellerin Najat El Hachmi mit ihrer Mutter Marokko verließ, um ihrem Vater nachzuziehen, der damals bereits eine Zeitlang nahe Barcelona lebte. Es war dieselbe Zeit, ebenfalls Ende der Achtziger, als sich in Saragossa – gar nicht allzu weit entfernt von der katalanischen Metropole – die Jungs von „Héroes del Silencio“ um ein Blatt Papier versammelten und eine der großen Hymnen der spanischen Rockgeschichte niederschrieben: Entre dos tierras – zwischen zwei Welten. Es ist nicht überliefert, ob El Hachmi, die mittlerweile sechs Bücher auf Katalanisch geschrieben hat, das Lied der „Héroes del Silencio“ auf ihrer Reise ins neue Leben gehört haben könnte. Für die namenlose Protagonistin ihres kürzlich auf Deutsch erschienenen Romans Eine fremde Tochter (Orlanda-Verlag, übersetzt von Michael Ebmeyer) könnte „Zwischen zwei Welten“ aber jedenfalls ein Lebensmotto sein: Die junge Frau, gerade mit der Schule fertig, lebt hin- und hergerissen zwischen den traditionellen marokkanisch-berberischen Werten ihrer Mutter, mit der sie eine winzige Wohnung in der katalanischen Kleinstadt Vic bewohnt, und dem verheißungsvollen Leben der europäischen Jugend, das sich im nahen Barcelona konzentriert.

von Jascha Winking

„Das ist ein Land von Verrückten“, heißt es an einer Stelle des Romans. Das Land, von dem die Rede ist: das Baskenland an der französisch-spanischen Grenze. Bis zum Jahr 2018 von der Gewalt und den Anschlägen der ETA, der baskisch marxistisch-leninistischen und separatistischen Terrororganisation, tief erschüttert und gespalten. Der gebürtige Baske Fernando Aramburu, seit Mitte der achtziger Jahre in Hannover lebend, hat mit seinem aufwühlenden Roman besonders in Spanien für Furore gesorgt und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Patria erzählt von Trauer, Leid, Zerrissenheit und Feindseligkeit, aber auch von der Hoffnung auf Aussöhnung und Normalität.

von Caroline Köhler

Weihnachten wird in vielen Teilen der Welt gefeiert und jede Region hält für die Feiertage ihre eigenenTraditionen bereit. Wir nehmen euch mit auf eine Reise, berichten euch von den schönsten und ungewöhnlichsten Weihnachtsbräuchen und wünschen auf diesem Wege frohe Weihnachten, bon Nadal, merry Christmas, vesel božič, vrolijk kerstfeest, hyvää joulua, Καλά Χριστούγεννα, ¡feliz Navidad!