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von Julia Wessel

Halbzeit! Die aktuelle Spielzeit der Wuppertaler Bühnen hat die goldene Mitte erreicht und wartet zu diesem Anlass mit einer weiteren Premiere auf: Ab dem 10. Februar zeigt das gesamte Schauspielensemble im Opernhaus „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby – eine mehrfach verfilmte Komödie um Normalität und Wahn und um die Frage, ob eine Trennung der beiden eigentlich immer vonnöten ist.

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von Julia Wessel

Die studentische WG-Küche ist das moderne Forum. Hier werden die großen Fragen um Politik, Wirtschaft und Umwelt behandelt, bei einem selbstgekochten Essen und einem Glas Wein. Doch was passiert, wenn jemand die eigene Meinung nicht teilt? Muss er die Tischrunde verlassen? Oder gleich diese Welt? Das Bergische Uni-Theater (BUnT) hat sich in vier gut besuchten Vorstellungen seiner jüngsten Produktion „In Vino Veritas“ die brisante Frage gestellt, wie weit Überzeugung gehen darf.

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von Julia Wessel

Jedem das Seine. Das gilt auch für die eigene Einstellung. Doch was, wenn fünf linksliberale Studenten auf Holocaustleugner und homophobe Pfarrerinnen treffen? Dann ist eine hitzige Diskussion unumgänglich, da hilft weder ein gemütliches Abendessen in der WG-Küche noch ein guter Wein. Doch vielleicht kann eine gegenteilige Weltanschauung auch dazu anregen, die eigene zu überdenken – möglicherweise zum ersten Mal.

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von Julia Wessel

Welches Kind hat sie nicht geliebt, die Geschichten vom bösen Räuber Hotzenplotz und den gerissenen Listen der bemützten Burschen Kasperl und Seppel? Schon seit Ende November trieb der Räuber sein Unwesen im Theater am Engelsgarten, bevor er mit Sack und Pack umzog – auf die Bühne des Opernhauses. Dort ist das diesjährige Familienstück des Wuppertaler Schauspielensembles nach dem beliebten gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler nur noch wenige Male zu sehen, bevor es zum Engelsgarten zurückkehrt.

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Wladimir: „So ist die Zeit vergangen.“
Estragon: „Sie wäre sowieso vergangen.“
Wladimir: „Ja. Aber langsamer!“

Wladimir und Estragon, genannt Didi und Gogo, wissen sich die Zeit zu vertreiben: mit mal mehr und mal weniger gehaltvollen Gesprächen, komödiantischen Spielen, Streit und anschließender Versöhnung. Sie unterhalten sich gegenseitig, während sie warten. Worauf nochmal? Ach ja – auf Godot.

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von Julia Wessel

Frischer Wind im Opernhaus: Ab Januar gewährt Dörte aus Heckinghausen einen etwas anderen Einblick in das aktuelle Programm der Wuppertaler Bühnen. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Dörte Bald alias Dörte aus Heckinghausen lockt seit 2012 zahlreiche Wuppertaler in ihre schräge „Barmer Küchenoper“, die nicht nur von ihrer „Häimatverbundenheit“, sondern vor allem von ihrem authentisch bergischen Humor lebt. Nun entdeckt die Wuppertaler Kultfigur neues Terrain: Statt in ihre Küche lädt sie diesmal in ihr Wohnzimmer, das sie kurzerhand im Kronleuchterfoyer, dem Herzstück des Wuppertaler Opernhauses, eingerichtet hat.

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Nur ein Laut. Eine Bewegung. In Sekundenschnelle erkennt Solange, in welche Rolle Claire diesmal geschlüpft ist und greift das Spiel auf. Mal Hund und Herrchen, mal Kammerzofe und gnädige Frau, unterwürfig und herrisch, doch nie gleichgestellt. Bis die Untergebene zunächst ihre Stimme und schließlich ihre Hand gegen die Befehlende erhebt – und das Spiel von vorn beginnt.

„Am interessantesten ist die Innenseite der Außenseiter.“

(Jean Genet)

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von Julia Wessel

21 Uhr. Der schwere Kronleuchter klimpert auf das Foyer im ersten Stock des Wuppertaler Opernhauses herab und spiegelt sich in jedem Fenster des Rundbaus vor der Dunkelheit. Rund um den Innenraum haben etwa zwei Dutzend Zuschauer auf Bänken und an kleinen Tischen Platz genommen. Ein stetiges Murmeln füllt den Raum bis zur Decke. Plötzlich erklingt von irgendwo Musik. Ein junger Mann im weißen Kittel schiebt einen Stuhl auf einem Rollbrett herein. Darauf eine Gestalt, ganz in Küchentücher eingewickelt. Die Musik spielt und spielt. Bis Thomas Braus sich in hastigen Bewegungen selbst entfesselt – im wahrsten Sinne des Wortes.