Am Anfang und am Ende war das Wort. Malva Marina Trinidad del Carmen Reyes, geboren im August des Jahres 1934, blickt zurück auf ihr Leben und erzählt ihre Geschichte – eine Lebensgeschichte, die weniger als ein Jahrzehnt dauern sollte und lange Zeit nahezu unerwähnt blieb. Ihr Vater war der chilenische Dichter und Nobelpreisträger Pablo Neruda. Er verließ seine Frau und die mit einem Hydrocephalus (Wasserkopf) geborene Tochter nach zwei Jahren, in seinen Memoiren erwähnte Neruda Malva mit keinem Wort.

von Larissa Plath

Die Großstadt mit all ihren Facetten wird in der Literatur nicht selten zur Neben- oder Hauptdarstellerin, die mal dezent agiert und sich ein anderes Mal in den Vordergrund der Geschichte spielt. Passend dazu möchten wir euch heute vier Schriftstellerinnen und ihre Werke vorstellen – keine Großstadtromane im engeren Sinne, sondern vergangene, gegenwärtige, zukünftige und vielleicht auch zeitlose Momentaufnahmen dreier Metropolen: Berlin, Paris und New York.

Passend zur Frankfurter Buchmesse begeben wir uns (zumindest gedanklich) auf eine literarische Erkundungstour in den hohen Norden und präsentieren euch eine Auswahl an norwegischen Klassikern, Wiederentdeckungen und zeitgenössischen Romanen. Manche davon haben wir schon gelesen, andere stehen auf der Wunschliste oder liegen im Regal bereit und warten auf ihren Einsatz. Beim Lesen beginnt die Reise im Kopf – also auf zu einem Streifzug durch das diesjährige Gastland Norwegen!

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In her novel The Wild Irish Girl, written in 1806, Sydney Owenson highlights the contract between Britain and Ireland, known as the Act of Union in 1801 (cf. Kirkpatrick vii). Furthermore, the book shows the love story between the two main characters Glorvina, the Irish princess of castle Inismore, and Horatio, the son of an English Earl. All the observations of the following analysis are based on the novel The Wild Irish Girl. A summary of the novel’s plot will be following after a brief introduction to the historical events of Ireland.

by Anthoula Hatziioannou

Was macht ein gutes Buch aus? Eine spannende Story? Eine wunderschöne Sprache? Überzeugende Protagonisten? Unsere neuen Buchtipps widmen sich letzteren: merkwürdigen Charakteren, wobei ‚merkwürdig‘ im doppelten Sinne verstanden werden soll: die Romane, die wir euch heute empfehlen, überzeugen mit Figuren, die einerseits seltsam sind und dem Leser andererseits lange im Gedächtnis bleiben.

Dicke Bücher sind schwer, unhandlich und lassen sich einfach nicht gut transportieren.

Aber ist es nicht einfach wunderbar, tage- oder gar wochenlang immer an den selben Handlungsort und zu den selben Protagonisten zurückzukehren, die mittlerweile schon so etwas wie Freunde für einen geworden sind? Dicke Wälzer verlangen Hingabe und Einsatz, ja, aber sie geben auch umso mehr Spannung, Witz und Schönheit an uns Leser zurück. Also schnappt euch ein Buch, das mehr als 500 Seiten hat, und taucht völlig darin ab! Wir haben fünf Empfehlungen für euch, mit denen ihr starten könnt.

Susanne Röckel beschreibt in ihrem Roman Der Vogelgott, wie sich die Fantasterei nach und nach Einzug in die Köpfe ihrer wehrlosen Opfer verschafft.

von Kira Ehlis

„Ich ließ mich von jenem Dunklen locken, das sich mir gezeigt hatte…“ Ebenso wie die Protagonisten des Buches, muss sich auch der Leser fühlen, so er sich denn entschließt, die von Susanne Röckel dargebotene Reise anzutreten. Und diese sollte wohl überlegt sein, denn Der Vogelgott ist wahrlich keine leichte Kost und spielt, wie sein Titel bereits vermuten lässt, in übernatürliche Sphären hinein. Dabei zwingt er den Leser mehr als einmal dazu, die gedankliche Wohlfühlzone zu verlassen. Mit ihrem Roman mit Elementen aus der Schauerromantik hat die Schriftstellerin und Übersetzerin ein Werk hervorgebracht, das es trotz – oder gerade wegen – seiner außergewöhnlichen Schilderungen auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2018 geschafft hat.