„Seit kurzem gibt es einen neuen Typ Schriftstellerin, der mir für den Augenblick der aussichtsreichste scheint: Die Frau, die Reportage macht, in Aufsätzen, Theaterstücken, Romanen. Sie bekennt nicht, sie schreibt sich nicht die Seele aus dem Leib […] die Frau berichtet, anstatt zu beichten.“ Was Erika Mann hier in ihrer Glosse „Frau und Buch“ als eine neue Form des weiblichen Schreibens charakterisiert, klingt auch in der Widmung an, die Margaret Goldsmith ihrem Roman Patience geht vorüber voranstellt. Von dem Anspruch, in einem Roman „wirklichen Menschen“ begegnen zu wollen ist dort die Rede: „Nur keine Illusionen, keine Romantik. Reportage willst Du haben. Ein Stück Leben“, fasst Goldsmith den Wunsch ihrer Freundin Martel Schwichtenberg zusammen, der sie das Buch gewidmet hat. Ein Stück Leben, das im Fall von Goldsmiths Protagonistin Patience auffallend modern ist und von der Autorin vor dem Hintergrund der 1920er und beginnenden 1930er Jahre geschildert wird.

von Larissa Plath

Das Reisen in (mehr oder weniger) ferne Gegenden ist leider momentan für die meisten nicht mehr als ein frommer Wunsch. Da das Wetter aber auch hierzulande teilweise tropische Formen annimmt, schnappen wir uns ein Buch und lassen uns in Fiktionswelten entführen, die vergessen machen, dass man sich eigentlich doch ’nur‘ auf dem heimischen Balkon befindet und den Cocktail selbst zubereitet hat.
Wir wünschen viel Spaß und eine erholsame Lesezeit mit unseren Romanempfehlungen, die ihre Leser*innen an reisewürdige Orte mitnehmen!

Zum ‚Internationalen Kinderbuchtag‘ dreht sich bei unseren heutigen Buchtipps alles um Geschichten für die Kleinen. 1967 vom ‚International Board on Books for Young People‘ (IBBY) begründet, wird dieser Tag weltweit am 2. April, dem Geburtstag von Hans Christian Andersen, gefeiert. Mit ihrer Initiative verfolgt die gemeinnützige Organisation das Ziel, Kindern den Zugang zum Lesen zu ermöglichen sowie die Entstehung und Verbreitung von Kinder- und Jugendliteratur zu fördern. Ob Märchen, Abenteuergeschichten, Klassiker oder Gedichte: Wie wertvoll Bücher für junge Leser*innen sind, zeigt sich in diesen Tagen ganz besonders.

Am Anfang und am Ende war das Wort. Malva Marina Trinidad del Carmen Reyes, geboren im August des Jahres 1934, blickt zurück auf ihr Leben und erzählt ihre Geschichte – eine Lebensgeschichte, die weniger als ein Jahrzehnt dauern sollte und lange Zeit nahezu unerwähnt blieb. Ihr Vater war der chilenische Dichter und Nobelpreisträger Pablo Neruda. Er verließ seine Frau und die mit einem Hydrocephalus (Wasserkopf) geborene Tochter nach zwei Jahren, in seinen Memoiren erwähnte Neruda Malva mit keinem Wort.

von Larissa Plath

Charles Dickens’ „Christmas Carol“ gehört jedes Jahr aufs Neue zu den üblichen Verdächtigen. In der englischsprachigen (Buch-)Welt gibt es darüber hinaus noch viel mehr an besinnlicher (und in manchen Fällen auch mörderisch guter) Lektüre zu entdecken, mit der man sich auf die Festtage einstimmen und gemütliche Lesestunden verbringen kann.

von Larissa Plath

Die Großstadt mit all ihren Facetten wird in der Literatur nicht selten zur Neben- oder Hauptdarstellerin, die mal dezent agiert und sich ein anderes Mal in den Vordergrund der Geschichte spielt. Passend dazu möchten wir euch heute vier Schriftstellerinnen und ihre Werke vorstellen – keine Großstadtromane im engeren Sinne, sondern vergangene, gegenwärtige, zukünftige und vielleicht auch zeitlose Momentaufnahmen dreier Metropolen: Berlin, Paris und New York.