von Larissa Plath

Seit September 2018 läuft die Ausstellung mit Werken der Malerin Paula Modersohn-Becker im Wuppertaler Von der Heydt-Museum. Wer die Gemälde der Künstlerin und ihrer Zeitgenossen aus Worpswede und Paris bisher noch nicht besichtigt hat, dem bietet sich noch bis zum 24. Februar die Gelegenheit dazu: Aufgrund des großen Anklangs wurde die ursprünglich bis Januar geplante Ausstellung um mehr als einen Monat verlängert.

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Sommer in Wuppertal, der frisch gebackene Juli brennt vom Himmel und im botanischen Garten auf der Elisenhöhe haben Gäste verschiedener Form und Farbe Einzug erhalten: Bereits zum 8. Mal stellt das Skulpturenprojekt Hardt plastische Arbeiten in diesem besonderen Ambiente aus – in diesem Jahr von insgesamt 16 Künstlern aus Wuppertal und Umgebung bis nach Paris. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2009 vom im vergangenen Jahr verstorbenen Wuppertaler Künstler Oswald Gibiec-Oberhoff – Dieses Jahr übernahmen Jaana Caspary, Charlotte Perrin und Jonas Hohnke die Regie.

von Larissa Plath

Ein strahlend schöner Sommerabend in Wuppertal: Die Uhr zeigt kurz vor neunzehn Uhr und die angenehm klimatisierte Eingangshalle des Von der Heydt-Museums füllt sich langsam mit den ersten neugierigen Besuchern der diesjährigen Kunst- und Museumsnacht. Ganz im Zeichen der aktuellen Retrospektive „Jankel Adler und die Avantgarde“ bietet der Abend im Museum am Turmhof eine Reihe von Aktionen rund um den jüdischen Künstler und sein Werk. Unter dem Motto „Maserchen verzähle“ findet eine ganz besondere Führung durch die Ausstellung statt, bei der die Erläuterungen zu Adlers Werk mit jiddischen Geschichten ergänzt werden.

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Wenn sogar die Wettervorhersage stimmt, steht einer lauen Sommernacht im Zeichen von Kunst und Kultur nichts mehr im Wege: Diesen Freitag öffnen 18 Wuppertaler Museen, Galerien und andere Kulturstätten ihre Tore für die stadteigene Kunst- und Museumsnacht, die vom städtischen Kulturbüro organisiert wird. Zwischen 18 und 24 Uhr wird in ganz Wuppertal ein breites Spektrum von lokalen bis hin zu internationalen Künstlern vor verschiedensten Kulissen präsentiert.

Die aktuelle Spielzeit der Wuppertaler Bühnen neigt sich dem Ende zu, bald schon kehrt Ruhe ein und die verschiedenen Spielstätten fallen in ihren wohl verdienten Sommerschlaf. Schon jetzt ist die Vorfreude auf das neue Programm groß: Opernintendant Berthold Schneider, Schauspielintendant Thomas Braus und Generalmusikdirektorin Julia Jones stellen spannungs- und abwechslungsreiche Spielpläne für die anstehende Saison vor – eine Kombination aus Neuem und Bewährtem, Bekanntem und Unbekanntem.

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Die Wuppertaler Bühnen gehen in dieser Spielzeit viele neue Wege. Einer davon führt das Publikum aus dem Zuschauerraum heraus und mitten auf die Bühne: Nach der modernen Video-Oper Three Tales traut sich die Wuppertaler Oper, auch ein barockes Werk in einer ON STAGE-Variante zu inszenieren, in der das Publikum Teil des Geschehens wird – ein Aufruf, dem das junge Musiktheater-Kollektiv AGORA mit Freude nachkam. Das Ergebnis: „Liberazione“, ein individualisiertes Opernerlebnis für alle Sinne, in dem die Zuschauer sich frei im Aufführungsraum bewegen und mit einer zugehörigen App bewaffnet das Geschehen auf ihren eigenen Geräten verfolgen können. Am 20. April ist Premiere.

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Otto Dix, Marc Chagall, Paul Klee, Pablo Picasso – Jankel Adler. Obwohl der polnisch-jüdische Maler Mitstreiter und enger Freund bekannter Künstler war, wird die Rezeption seines Werks heutzutage oftmals von der seiner Zeitgenossen überschattet. Die neue Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum will diesem Phänomen entgegenwirken: Am 17. April eröffnet die erst dritte Retrospektive Adlers, die sein durch die nationalsozialistische Verfolgung zerrissenes Oeuvre zusammenfügt und im Kontext seiner zeitgenössischen Wegbegleiter dokumentiert.

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Baby hat die Schnauze voll. Haus und Kinder will sie nicht, sie will keine Blumen und kein Eis mitgebracht bekommen und ihre beiden Männer – der offizielle und der inoffizielle – schränken sie in ihrer Selbstbestimmtheit ein. Baby will ihre eigene Herrin sein und mit einer Puppe als Mann nach Italien fahren – oder gleich mit zweien! Doch Babys moderner Lebensstil stößt in ihrem Umfeld nicht nur auf Begeisterung. Das Wuppertaler Schauspielensemble zeigt seit vergangenem Samstag Anne Leppers „Mädchen in Not“, eine ebenso skurrile wie brandaktuelle Komödie über Ausgrenzung, Menschlichkeit und den Preis, den eine vollständige Emanzipation erfordert.

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Die Wuppertaler Citykirche im Herzen der Elberfelder Innenstadt wird zur kulturellen Begegnungsstätte: Vom 8. bis zum 14. April treffen im Rahmen des Festivals „Assoziationen“ Musik, Literatur und bildende Kunst aufeinander. Erhard Ufermann und Werner Dickel haben ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das am Sonntag, den 8. April um 16 Uhr mit einer musikalisch wie tänzerisch begleiteten Vernissage eröffnet wird.

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Das Von der Heydt Museum ist nicht nur eine der renommiertesten Kulturstätten Wuppertals, sondern in diesem Jahr bereits zum elften Mal Schauplatz einer wahren kulturellen Melange: Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Kunsthochdrei“ organisiert der Kunst- und Museumsverein eine Zusammenführung von Kunst, Musik und Literatur in Kooperation mit dem Wuppertaler Literaturhaus und der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal . Seit gestern läuft der Vorverkauf für die erste Veranstaltung dieses Jahres.