von Julia Wessel

Wladimir: „So ist die Zeit vergangen.“
Estragon: „Sie wäre sowieso vergangen.“
Wladimir: „Ja. Aber langsamer!“

Wladimir und Estragon, genannt Didi und Gogo, wissen sich die Zeit zu vertreiben: mit mal mehr und mal weniger gehaltvollen Gesprächen, komödiantischen Spielen, Streit und anschließender Versöhnung. Sie unterhalten sich gegenseitig, während sie warten. Worauf nochmal? Ach ja – auf Godot.

von Julia Wessel

Frischer Wind im Opernhaus: Ab Januar gewährt Dörte aus Heckinghausen einen etwas anderen Einblick in das aktuelle Programm der Wuppertaler Bühnen. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Dörte Bald alias Dörte aus Heckinghausen lockt seit 2012 zahlreiche Wuppertaler in ihre schräge „Barmer Küchenoper“, die nicht nur von ihrer „Häimatverbundenheit“, sondern vor allem von ihrem authentisch bergischen Humor lebt. Nun entdeckt die Wuppertaler Kultfigur neues Terrain: Statt in ihre Küche lädt sie diesmal in ihr Wohnzimmer, das sie kurzerhand im Kronleuchterfoyer, dem Herzstück des Wuppertaler Opernhauses, eingerichtet hat.

von Julia Wessel

Nur ein Laut. Eine Bewegung. In Sekundenschnelle erkennt Solange, in welche Rolle Claire diesmal geschlüpft ist und greift das Spiel auf. Mal Hund und Herrchen, mal Kammerzofe und gnädige Frau, unterwürfig und herrisch, doch nie gleichgestellt. Bis die Untergebene zunächst ihre Stimme und schließlich ihre Hand gegen die Befehlende erhebt – und das Spiel von vorn beginnt.

„Am interessantesten ist die Innenseite der Außenseiter.“

(Jean Genet)

von Julia Wessel

„Das Schicksal des Menschen ist der Mensch“, so Bertold Brecht. Erst durch Beziehungen, durch menschliche Interaktion wird seine Existenz bezeugt – und damit begründet. Ganz bewusst entscheidet er dabei, wer er sein will: Im Annehmen einer Persönlichkeit und im Ausloten ihrer Möglichkeiten erschafft sich der Mensch im Spiel selbst.

Von Julia Wessel

21 Uhr. Der schwere Kronleuchter klimpert auf das Foyer im ersten Stock des Wuppertaler Opernhauses herab und spiegelt sich in jedem Fenster des Rundbaus vor der Dunkelheit. Rund um den Innenraum haben etwa zwei Dutzend Zuschauer auf Bänken und an kleinen Tischen Platz genommen. Ein stetiges Murmeln füllt den Raum bis zur Decke. Plötzlich erklingt von irgendwo Musik. Ein junger Mann im weißen Kittel schiebt einen Stuhl auf einem Rollbrett herein. Darauf eine Gestalt, ganz in Küchentücher eingewickelt. Die Musik spielt und spielt. Bis Thomas Braus sich in hastigen Bewegungen selbst entfesselt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Es ist soweit, die Frankfurter Buchmesse 2017 ist bereits in vollem Gange. Das diesjährige Gastland ist, wie die meisten von euch wahrscheinlich schon längst wissen, Frankreich. Vom 11. bis zum 15. Oktober dreht sich auf dem Frankfurter Messegelände sowie anderen Veranstaltungsorten in der Stadt alles rund ums Buch.

Französische Klassiker sind unter Literaturfreunden keine Unbekannten. Satre, Zola, Baudelaire, Hugo, Voltaire, de Beauvoire und Proust dürften dem normalen Leser ein Begriff sein. Doch auch in den letzten Jahren sind viele spannende, berührende und vor allem großartige Romane – und auch Comics – französischer Autoren erschienen. Wir stellen euch einige vor, die uns besonders begeistern konnten.