In Berlin Noir (erschienen 2018 im culturbooks Verlag), dem zweiten Band der erfolgreichen Noir-Reihe, die im Jahre 2014 mit Paris Noir startete, wird in 13 Originalgeschichten anhand 13 unterschiedlicher Stadtviertel die dunkle Seite des Verbrechens der Hauptstadt Deutschlands offenbart. Die Auswahl der kurzen Krimierzählungen stellt Thomas Wörtche, angesehener Kritiker, Literaturwissenschaftler und Publizist, zusammen. Preisgekrönte Autor*innen wie Zoë Beck, Ulrich Woelk und Matthias Wittekindt geben dem Genre der Crime Fiction und der Berliner Kriminalliteratur einen neuen, spannenden Blickwinkel.

von Anthoula Hatziioannou

Die Kurzprosa- und Lyrik-Autorin Louise Juhl Dalsgaard nähert sich in ihrem ersten Roman Genug, der 2021 im Picus Verlag erschienen ist, auf poetische Weise der Gefühlslage einer jungen Frau, die auf dem Weg zur Genesung ihrer Essstörung ist. Der von Gerd Weinreich aus dem Dänischen übersetzte Roman bietet Humor und Hoffnung, aber auch Hilflosigkeit und Depressivität. Die Autorin schafft es, den Leser*innen ein kritisches, immer noch aktuelles Thema mit einer wunderbaren Leichtigkeit zu vermitteln und nimmt sie mit auf die Reise in die Psyche der Protagonistin, die sich wie ein Puzzle nach und nach zusammensetzt.

von Sina Thamm