Die folgende Kurzgeschichte wurde über den Verlauf mehrerer Monate seit Beginn der Corona-Pandemie verfasst. Es handelt sich um einen Text, der sich an der Entstehungsart des ‚Cadavre Exquis‘ orientiert: Bei dieser im Surrealismus entwickelten Methode erzählen mehrere Schreibende nacheinander ein Fragment einer Geschichte, ohne jedoch zu wissen, was im vorangehenden Teil steht. Für den Start wurden die Stichworte „Handschuh“, „Reise“ und „Hamster“ festgelegt – und das ist daraus geworden:

von Larissa Plath

Komödie, Krimi, Thriller, Plot, Story, Figuren… Die Liste mit Stichworten, manche in rot, andere in grün oder blau geschrieben und thematisch nach Gruppen sortiert, wird immer länger. Eine Notiz nach der anderen hält Dozentin Ava Weis auf dem Whiteboard fest, damit im Eifer des Gefechtes nur ja kein Einfall verloren geht. 14 angehende „Filmemacher“, vier Tage und am Schluss: ein Drehbuch. Das alles geschieht nicht etwa in einer der großen Filmproduktionen, sondern in der „Drehbuch-Schmiede“ der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land.