Neue Wege ist das Schauspiel Wuppertal mit der Inszenierung des alljährlichen Familienstücks gegangen: Wirbelte in der letzten Spielsaison der kleine Lord vor den Augen des Publikums über eine kunterbunte Bühne, so ist mit Henner Kallmeyers Robin Hood das aktuelle Stück dank einer Aufzeichnung der internen Premiere als Stream von zu Hause aus erlebbar. Für ihre Mission hat die Heldin der Geschichte, Robin von Locksley, viel Zuspruch erhalten – wen wundert es da, dass die mutige Prinzessin samt ihrer tatkräftigen Mitstreiter an diesem Samstag erneut loszieht und bei der Gelegenheit sicher noch dem einen oder anderen Wohnzimmer einen Besuch abstattet.

von Larissa Plath

von Larissa Plath

Beschwingte Jazzmusik erklingt, Projektionen bunter 50er-Jahre Werbeplakate erscheinen auf einer Seitenwand des Bühnenbildes, davor spielt sich eine slapstickartige Szene ab: Und schon ist man mittendrin im New Yorker Stadtteil Brooklyn und in der Welt des kleinen Cedric Errol (Julia Meier), irgendwo zwischen seinem Zuhause und den Geschäften seiner Freunde Mr. Hobbs (Martin Petschan) und Dick (Andreas Rother). „Die Aristokratie ist unser aller Unglück“, bemerkt der Gemischtwarenhändler Hobbs während seiner täglichen Zeitungslektüre, nicht ahnend, dass es seinem Kumpel Ceddie bestimmt ist, in nicht allzu ferner Zukunft sein Erbe als Lord und zukünftiger Graf von Dorincourt anzutreten.