von Julia Wessel

Der kleine Veranstaltungsraum des Café Ada ist in das schummrige Licht verglaster Wandleuchten getaucht. Bunte Plakate aus vergangenen Zeiten zieren die nackten weißen Wände. In Blickrichtung der Bestuhlung sind auf kleiner Fläche schwarzweiße Fotografien der Kunststudentin Anna Zemlianski projiziert. Davor bildet ein Podium eine kleine Bühne.

Am ersten Advent haben wir euch in unserer Advents-Serie Vorschläge gemacht, wie man seinen guten Freunden gemeinsam verbrachte Zeit und schöne Unternehmungen schenken kann. Am heutigen zweiten Advent zeigen wir euch Ideen für Geschenke, mit denen man seiner Familie eine Freude machen kann.
Von Ausflügen in die Region über Literarisches bis hin zu Brettspielen ist für jedes Familienmitglied unter dem Weihnachtsbaum etwas dabei. Wer noch auf der Suche nach Inspirationen für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke ist, der wird in unserer Liste fündig:

von Nadine Wichmann

Der erste Schnee hat das bergische Land schon lange erreicht und so langsam kommt richtig Weihnachtsstimmung auf. Dass ein Weihnachtsmarkt aber nicht wie jeder andere sein muss, zeigen einige besondere Beispiele: der Weihnachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck, der mittelalterliche Märchenmarkt in Elberfeld sowie der Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald.

Der Dezember ist da und mit ihm kommt – wie jedes Jahr – die Vorweihnachtszeit. Das heißt zum einen Plätzchen backen und Weihnachtsmärkte besuchen, zum anderen aber auch Vorbereitungen für die Feiertage treffen. Was die meisten Menschen bei all dem Trubel im letzten Monat des Jahres zu wenig haben, ist Zeit.
Mit unserer kleinen Serie „Mußestunden verschenken“ machen wir euch an jedem Adventssonntag Vorschläge, wie man gemeinsam verbrachte Zeit verschenken kann. Am heutigen ersten Advent starten wir mit Geschenkideen für gute Freunde.

von Julia Wessel

Frischer Wind im Opernhaus: Ab Januar gewährt Dörte aus Heckinghausen einen etwas anderen Einblick in das aktuelle Programm der Wuppertaler Bühnen. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Dörte Bald alias Dörte aus Heckinghausen lockt seit 2012 zahlreiche Wuppertaler in ihre schräge „Barmer Küchenoper“, die nicht nur von ihrer „Häimatverbundenheit“, sondern vor allem von ihrem authentisch bergischen Humor lebt. Nun entdeckt die Wuppertaler Kultfigur neues Terrain: Statt in ihre Küche lädt sie diesmal in ihr Wohnzimmer, das sie kurzerhand im Kronleuchterfoyer, dem Herzstück des Wuppertaler Opernhauses, eingerichtet hat.

Am Samstag, 25. November 2017, haben alle Musikinteressierten die Wahl zwischen zwei stimmungsvollen Konzerten im Bergischen Land: In Remscheid singt der Remscheider Mozart-Chor mit musikalischer Unterstützung des Russischen Staatsorchesters Kaliningrad und in Wuppertal findet das Herbstkonzert des Vokalensembles Cantason statt.
von Lara Ehlis

von Julia Wessel

Nur ein Laut. Eine Bewegung. In Sekundenschnelle erkennt Solange, in welche Rolle Claire diesmal geschlüpft ist und greift das Spiel auf. Mal Hund und Herrchen, mal Kammerzofe und gnädige Frau, unterwürfig und herrisch, doch nie gleichgestellt. Bis die Untergebene zunächst ihre Stimme und schließlich ihre Hand gegen die Befehlende erhebt – und das Spiel von vorn beginnt.

„Am interessantesten ist die Innenseite der Außenseiter.“

(Jean Genet)

Für alle, die gerne Fakten kennen – die Sachbuchempfehlungen der Redaktion:

Larissa empfiehlt:
Lesley M. M. Blume – Und alle benehmen sich daneben. Wie Hemingway seine Legende erschuf

In ihrer umfangreichen und detaillierten Biografie zeichnet die amerikanische Journalistin Lesley M. M. Blume die Entstehungsgeschichte von Ernest Hemingways erstem großen Roman Fiesta nach. Sie folgt den Spuren von seinen schriftstellerischen Anfängen im Paris der goldenen 20er Jahre bis hin zur Entstehung der Kultfigur Hemingway. Abseits von klischeehaften Rollentypen, die oftmals mit dem Schriftsteller assoziiert werden (u.a. der Stierkämpfer, der Trinker, das literarische Genie) stellt Blume den Autor vor allem als ambitionierten Selbstvermarkter dar, der sich und sein Werk geschickt zu inszenieren weiß. Die Journalistin entwirft ein schillerndes Bild einer von künstlerischem Idealismus, Höhenflügen und der Angst vorm Scheitern geprägten Welt und präsentiert die literarische Ikone Hemingway in einem neuen Licht.

Von Julia Wessel

21 Uhr. Der schwere Kronleuchter klimpert auf das Foyer im ersten Stock des Wuppertaler Opernhauses herab und spiegelt sich in jedem Fenster des Rundbaus vor der Dunkelheit. Rund um den Innenraum haben etwa zwei Dutzend Zuschauer auf Bänken und an kleinen Tischen Platz genommen. Ein stetiges Murmeln füllt den Raum bis zur Decke. Plötzlich erklingt von irgendwo Musik. Ein junger Mann im weißen Kittel schiebt einen Stuhl auf einem Rollbrett herein. Darauf eine Gestalt, ganz in Küchentücher eingewickelt. Die Musik spielt und spielt. Bis Thomas Braus sich in hastigen Bewegungen selbst entfesselt – im wahrsten Sinne des Wortes.