von Larissa Plath

Komödie, Krimi, Thriller, Plot, Story, Figuren… Die Liste mit Stichworten, manche in rot, andere in grün oder blau geschrieben und thematisch nach Gruppen sortiert, wird immer länger. Eine Notiz nach der anderen hält Dozentin Ava Weis auf dem Whiteboard fest, damit im Eifer des Gefechtes nur ja kein Einfall verloren geht. 14 angehende „Filmemacher“, vier Tage und am Schluss: ein Drehbuch. Das alles geschieht nicht etwa in einer der großen Filmproduktionen, sondern in der „Drehbuch-Schmiede“ der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land.

Der Wiener Autor und gebürtige Tscheche Michael Stavarič las im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale in der Wuppertaler Viertelbar aus seinem Roman Gotland. Der gewitzte Leser wird vielleicht den Romantitel nicht direkt mit dem Begriff Gott assoziieren. Tatsächlich ist die schwedische Insel Gotland gemeint, da sich ein großer Teil des Romans dort abspielt. Dennoch spielt Gott in dieser Geschichte eine wesentliche Rolle. Aber welche? Dem sollte man auf den Grund gehen. Sofern es einem gelingt.

„Zunehmende Möglichkeiten der Kommunikation fördern zunehmende Isolation von Individuen“

von Lilian Engel

Im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale las John von Düffels aus seinem neuen Roman Das Klassenbuch. Zwischen dem Autor und David Eisermann, der durch den Abend führte, entwickelte sich eine angeregter Dialog über neue Medien, fortschreitende Technologien und das ewige Thema des Generationenverhältnisses.

maryvon Marajka Parplies

Mwanza Mujilas Debütroman Tram 83 erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte über zwei Freunde im einzigen gleichnamigen Nachtclub Tram 83 in einer heruntergekommenen Großstadt im Kongo, wo allabendlich Menschen verschiedener und oft moralisch fragwürdiger Lebensentwürfe zusammenfinden: Prostituierte, Arme, Reiche, Studierende, ehemalige Kindersoldaten. In dieser von Krieg und Korruption gebeutelten Umgebung, zwischen Hoffnungslosigkeit und Globalisierung, treffen sich der politisch verfolgte und Schutz suchende Schriftsteller Lucien und der Kleinganove Requiem, nach langer Zeit wieder.

IMG_7799von Julia Wessel

Homers „Odyssee“ ist einer der bekanntesten Stoffe der Weltliteratur. Doch die Wuppertaler Bühnen verstehen sich auf innovative Interpretationen vermeintlich überholter Klassiker: Nach Dantes „Inferno“ nimmt das Schauspiel Wuppertal mit der „Odyssee“ die zweite solistische Darbietung eines literarischen Meilensteins aus der letzten in die aktuelle Spielzeit auf. Wie schon die Höllenfahrt aus der „Göttlichen Komödie“ begeistert auch diese Inszenierung mit starkem Spiel, greifbarer Atmosphäre und einer außergewöhnlich in Szene gesetzten Location: dem Glashaus auf der Hardt.

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von Julia Wessel

Halbzeit! Die aktuelle Spielzeit der Wuppertaler Bühnen hat die goldene Mitte erreicht und wartet zu diesem Anlass mit einer weiteren Premiere auf: Ab dem 10. Februar zeigt das gesamte Schauspielensemble im Opernhaus „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby – eine mehrfach verfilmte Komödie um Normalität und Wahn und um die Frage, ob eine Trennung der beiden eigentlich immer vonnöten ist.

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von Julia Wessel

Der UNI Chor und das UNI Orchester sind etablierte Institutionen der Bergischen Uni und der Wuppertaler Kulturszene – ebenso wie die halbjährlich stattfindenden Semesterabschlusskonzerte. Heute und morgen Abend präsentieren die Ensembles in einem gemeinsamen Konzert unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler die Ergebnisse der wöchentlichen Probenarbeit.