Trotz der zweiten Spazierrunde durch den Park nehmen die Gedankenwirbel abends einfach kein Ende, das tägliche, stundenlange Sitzen vor dem Bildschirm trägt dazu bei, dass das Hirn völlig überreizt ist. Man macht es sich auf der Couch bequem, kann sich aber nicht auf die Serie einlassen, die mit ihren Bildern und Geräuschen auf einen eindudelt. Der Griff geht reflexartig zum Handy, man aktualisiert zum fünften Mal innerhalb der letzten halben Stunde den Instagram-Feed, der auch nichts Neues mehr anzubieten hat. Um diesem Kreislauf zu entrinnen und den Augen einen anderen Anblick als den von unterschiedlich großen Bildschirmen zu gönnen, hier mein Vorschlag: Bastelt! Strickt! Beschäftigt eure Hände, entspannt euer Gehirn!

IMG_7727von Lara Ehlis

Olga Grjasnowa, geboren in einer russisch-jüdischen Familie in Baku in Aserbaidschan, schrieb im Jahr 2012 ihren Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt. Sie kam als 11-jährige Migrantin mit ihren Eltern nach Deutschland. Die junge Autorin äußerte sich am 25. März 2017 in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung darüber, dass Menschen mit Migrationshintergrund ausgegrenzt werden, obwohl diese Personen seit Längerem in Deutschland leben. Dies ist auch einer der Gründe, weswegen sie mit der Integrationspolitik unzufrieden ist und unter anderem politische Aspekte sowie Diskriminierung in ihren gesamten Romanen verarbeitet. Sie befürwortet somit eine Gesellschaft, in der Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen miteinander leben können.

mary von Anthoula Hatziioannou

Wir geben zu, dass wir vermutlich voreingenommen sind, aber: Auf jeden Wunschzettel gehört ein gutes Buch, was man im Idealfall direkt im Anschluss an die Weihnachtsfeierlichkeiten auf die heimische Couch entführen und lesen kann. Falls ihr noch ein wenig Inspiration für euren eigenen Wunschzettel benötigt, oder aber auf der Suche nach Geschenkideen für liebe Menschen seid, werdet ihr hoffentlich in unserem heutigen Adventskalender-Beitrag fündig, der gewohnt literarisch daherkommt.

Kintsugi heißt der Roman Miku Sophie Kühmels, der im August 2019 im S. Fischer Verlag erschienen ist. Mit ihrem ersten Roman ist Kühmel, die als Studentin bei Daniel Kehlmann und Roger Willemsen gelernt hat, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 gelandet. Der Begriff „Kintsugi“ beschreibt im Japanischen eine Technik, mit der gebrochenes Porzellan mit Gold repariert wird. Erst der vermeintliche Makel – der Knacks – verwandelt das Beschädigte in etwas Besonderes.

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von Janina Zogass

Es sind häufig die kleinen, persönlichen Traditionen, die wir uns entweder über die Jahre selber gestaltet oder von der Familie übernommen haben und die uns signalisieren: Bald ist Weihnachten! Da die Vorweihnachtszeit bei jedem ein wenig anders aussieht, öffnen wir heute ein weiteres Türchen unseres Adventskalenders und gewähren euch Eintritt in die Wohnzimmer der Redaktion, um unsere Advents-Traditionen mit euch zu teilen – hereinspaziert!

Heute in einer Woche ist Heiligabend. Das bedeutet nicht nur leckeres Essen und eine schöne Zeit mit seinen Liebsten, sondern für den ein oder anderen auch ein bisschen Stress. Schließlich haben die wenigsten wirklich alle Geschenke und Mitbringsel rechtzeitig besorgt und eingetütet. Wem nach einer kurzen Auszeit ist, dem sei ein Blick in Walter Moers’ Weihnachten auf der Lindwurmfeste – einem etwas anderen Weihnachtsbuch – empfohlen.

 

von Ben Sulzbacher