Wie viel ist ein Menschenleben wert? Welchen Preis ist man bereit, für die Freiheit zu zahlen? Und was bedeutet ‚Freiheit‘ eigentlich? Colson Whiteheads Roman Underground Railroad bemüht sich, eben jene Fragen zu beantworten. Er bietet ein ebenso erschreckendes wie berührendes Bild der grausamen Zustände und lebensunwürdigen Bedingungen, mit denen sich die Sklaven in den US-amerikanischen Südstaaten Mitte des 19. Jahrhunderts konfrontiert sahen. Dabei bildet die namensgebende, historische Untergrundorganisation „Underground Railroad“ das Vehikel, das die Sklavin und Protagonistin Cora durch die Stationen ihrer turbulenten Lebens- und Fluchtgeschichte begleitet.

IMG_7727von Lara Ehlis

IMG_7799von Julia Wessel

Baby hat die Schnauze voll. Haus und Kinder will sie nicht, sie will keine Blumen und kein Eis mitgebracht bekommen und ihre beiden Männer – der offizielle und der inoffizielle – schränken sie in ihrer Selbstbestimmtheit ein. Baby will ihre eigene Herrin sein und mit einer Puppe als Mann nach Italien fahren – oder gleich mit zweien! Doch Babys moderner Lebensstil stößt in ihrem Umfeld nicht nur auf Begeisterung. Das Wuppertaler Schauspielensemble zeigt seit vergangenem Samstag Anne Leppers „Mädchen in Not“, eine ebenso skurrile wie brandaktuelle Komödie über Ausgrenzung, Menschlichkeit und den Preis, den eine vollständige Emanzipation erfordert.

IMG_7799von Julia Wessel

Die Wuppertaler Citykirche im Herzen der Elberfelder Innenstadt wird zur kulturellen Begegnungsstätte: Vom 8. bis zum 14. April treffen im Rahmen des Festivals „Assoziationen“ Musik, Literatur und bildende Kunst aufeinander. Erhard Ufermann und Werner Dickel haben ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das am Sonntag, den 8. April um 16 Uhr mit einer musikalisch wie tänzerisch begleiteten Vernissage eröffnet wird.

IMG_7799von Julia Wessel

Ein junger Anzugträger namens Michel kehrt nach Jahren in eine am Meer liegende Kleinstadt zurück, in der er damals die schönste aller Frauen gesehen hat. Doch nichts ist mehr wie bei seinem ersten Besuch: Die exzentrischen Bewohner, die ihn kurzerhand zum König der Stadt erklären – inklusive Kochtopfkrone und Haarfönzepter – haben ihr Gedächtnis verloren und betteln nun um Michels Erinnerungen, um sie als ihre eigenen anzunehmen. Als Michel seine Julietta endlich findet, scheinen sich Vergangenheit und Gegenwart, Fiktives und Reales nur noch weiter zu verstricken – wie in einem Traum, in dem die Gesetze der Realität nicht gelten. In einer farbenprächtigen Inszenierung zeigt die Oper Wuppertal Bohuslav Martinůs 1938 uraufgeführten Dreiakter „Julietta“, eine zweifelhafte Liebesgeschichte, deren Schauplatz nach einer skurrilen Traumlogik funktioniert.

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Welche emanzipierte Frau braucht schon einen Mann? Sicher nicht die junge Baby, die sich stattdessen männliche Puppen hält – denn diese kümmern sich um ihren Haushalt und ihr leibliches Vergnügen, ohne sie in ihrer Selbstbestimmtheit einzuschränken. Doch wie weit kann sich eine Frau von der Opferrolle entfernen, ohne selbst zur Täterin zu werden? Diesen Donnerstag nimmt das Wuppertaler Schauspiel mit Anne Leppers „Mädchen in Not“ ein in vielerlei Hinsicht brandaktuelles Stück ins Programm auf.

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Das Von der Heydt Museum ist nicht nur eine der renommiertesten Kulturstätten Wuppertals, sondern in diesem Jahr bereits zum elften Mal Schauplatz einer wahren kulturellen Melange: Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Kunsthochdrei“ organisiert der Kunst- und Museumsverein eine Zusammenführung von Kunst, Musik und Literatur in Kooperation mit dem Wuppertaler Literaturhaus und der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal . Seit gestern läuft der Vorverkauf für die erste Veranstaltung dieses Jahres.