Marcel
von Marcel Böhne

Der Wissenschaftler Wiliam Dyer bricht sein Schweigen. Ein Schweigen, das sich Dyer nach  seiner Expedition in die Antarktis im Jahre 1930 auferlegte. Aktuell steht eine weitere Expedition bevor, weshalb sich Dyer gezwungen sieht, darüber zu berichtet, was  damals in der Antarktis geschehen ist, um die Menschheit vor einer Katastrophe zu bewahren:

Dyer und ein Forschungsteam der Miskatonic-Universität wollen mit einem neuartigen Bohrgerät Gesteins- und Bodenproben in der Antarktis untersuchen. Die Expedition entpuppt sich als bahnbrechende Erkenntnis, denn die Forscher entdecken eine Höhle mit Fossilien einer noch unbekannten Lebensart. Ihre Physiognomie deutet darauf hin, dass diese Lebensart hochentwickelt und intelligent gewesen sein muss.

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von Kerstin Kiaups

Karl hat es nicht einfach. Seine Eltern wissen nicht so recht, was sie mit ihm anfangen sollen und fühlen sich am wohlsten, wenn ihr Sohn nicht in der Nähe ist. So haben sie auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Karl Zeit bei seinem Onkel Montague verbringt. Dieser lebt mit seinem Diener Franz jenseits eines düsteren Waldes in einem herrschaftlichen Anwesen und obwohl die Verwandtschaftsverhältnisse zu Karl nicht ganz so klar sind, wie es die Bezeichnung ‚Onkel‘ vermuten lassen könnte, ist der Junge ein gern gesehener Gast. Denn Montague hat einen schier unerschöpflichen Vorrat an Geschichten und Karl ist ein dankbarer Zuhörer – auch wenn ihn des Öfteren das kalte Grausen packt, denn alle Geschichten des Onkels sind Schauergeschichten und alle handeln sie von Kindern, wie Karl.

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von Julia Wessel

21 Uhr. Der schwere Kronleuchter klimpert auf das Foyer im ersten Stock des Wuppertaler Opernhauses herab und spiegelt sich in jedem Fenster des Rundbaus vor der Dunkelheit. Rund um den Innenraum haben etwa zwei Dutzend Zuschauer auf Bänken und an kleinen Tischen Platz genommen. Ein stetiges Murmeln füllt den Raum bis zur Decke. Plötzlich erklingt von irgendwo Musik. Ein junger Mann im weißen Kittel schiebt einen Stuhl auf einem Rollbrett herein. Darauf eine Gestalt, ganz in Küchentücher eingewickelt. Die Musik spielt und spielt. Bis Thomas Braus sich in hastigen Bewegungen selbst entfesselt – im wahrsten Sinne des Wortes.

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von Lara Ehlis

Wen es am morgigen Samstag, 28.10.2017 vom Sofa zieht, der bekommt in Remscheid an insgesamt 67 Veranstaltungsorten einiges geboten: Wie jedes Jahr findet am Vorabend des Röntgenlaufs am letzten Samstag im Oktober die Nacht der Kultur und Kirchen statt. In den vier Remscheider Stadtteilen Honsberg, Hasten, Lennep und Lüttringhausen kann allerlei Schönes unternommen und bestaunt werden. Von Kunst, über Musik, Whiskey-Tastings bis hin zu historischen Führungen ist für jeden etwas dabei, der Großteil der Veranstaltungen ist sogar kostenfrei zu besuchen. Die einzelnen Stadtteile sind mit Shuttle-Bussen verbunden, sodass die lästige Parkplatzsuche wegfällt.

Halloween, das Fest der Geister und Gespenster, der Zombies und Vampire, lugt mit seinen langen Krallen um die Ecke: am 31.10. ist es wieder so weit!

Die Festivität, die ihre eigentlichen Wurzeln im keltischen und heidnischen Irland hat, erfreut sich seit den Neunzigerjahren großer Beliebtheit in den USA – und seit einiger Zeit auch bei uns. Kinder ziehen verkleidet um die Häuser, eine Halloween-Party jagt die nächste und die Geschäfte quellen über mit Kürbissen und Kostümen. Doch Gruseln klappt nicht nur in den dunklen Straßen. Mit diesen acht schaurig schönen Büchern holt ihr den Halloween-Horror direkt zu euch auf’s Sofa.

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von Lara Ehlis

Marc-Uwe Kling nimmt seine Zuhörer mit nach „QualityLand“, wo Menschen in Nützliche und Nutzlose anhand ihres Levels eingeteilt werden. Männliche Kinder erhalten als Nachnamen den Beruf ihres Vaters am Tag der Zeugung, Mädchen den Beruf ihrer Mutter. In QualityLand werden Adjektive immer im Superlativ benutzt, denn QualityLand ist das beste aller Länder. Gegenstände werden sofort – und teilweise ungefragt – per Drohne ausgeliefert und per Kuss auf einem sogenannten QualityPad bezahlt. In diesem Land, in dem Menschen und deren Meinungen durch Algorithmen gesteuert werden, lebt Peter Arbeitsloser. Er betreibt eine Maschinenverschrottungsanlage, denn in QualityLand ist das Reparieren defekter Gegenstände strengstens verboten.

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von Kerstin Kiaups

Alis Zwillingsbruder Anton ist verschwunden und das einzige Lebenszeichen ist eine leere Postkarte aus Istanbul. Daraufhin begibt sich Ali auf die Suche nach ihrem Bruder und taucht ein in die orientalische Metropole und ihre schillernde Halbwelt. In Salzmanns Debütroman Außer Sich, der im September diesen Jahres bei Suhrkamp erschienen ist und es zurecht auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, geht es um Familie, Identität und immer wieder um die Frage, wie die Vergangenheit das eigene Schicksal formt und ob es nicht doch noch einen letzten Rest Selbstbestimmung geben kann.