„Schöne neue Welt“ lautet der ironische Titel der weltbekannten Dystopie von Aldous Huxley – denn dort scheint zwar oberflächlich alles schön zu sein, doch tief im Inneren der Gesellschaft verbergen sich unzählige Probleme und Missstände. Ob die Zukunft eher rosig oder doch sehr düster wird, ist schwer einzuschätzen und wird von Autoren ganz unterschiedlich gehandhabt. Wir haben fünf Bücher für euch herausgesucht, die sich mit der Zukunft oder futuristischen Gegenwarten auseinandersetzen und das Mögliche in all seinen Facetten beleuchten.

von Julia Wessel

Der kleine Veranstaltungsraum des Café Ada ist in das schummrige Licht verglaster Wandleuchten getaucht. Bunte Plakate aus vergangenen Zeiten zieren die nackten weißen Wände. In Blickrichtung der Bestuhlung sind auf kleiner Fläche schwarzweiße Fotografien der Kunststudentin Anna Zemlianski projiziert. Davor bildet ein Podium eine kleine Bühne.

von Lara Ehlis

Marc-Uwe Kling nimmt seine Zuhörer mit nach „QualityLand“, wo Menschen in Nützliche und Nutzlose anhand ihres Levels eingeteilt werden. Männliche Kinder erhalten als Nachnamen den Beruf ihres Vaters am Tag der Zeugung, Mädchen den Beruf ihrer Mutter. In QualityLand werden Adjektive immer im Superlativ benutzt, denn QualityLand ist das beste aller Länder. Gegenstände werden sofort – und teilweise ungefragt – per Drohne ausgeliefert und per Kuss auf einem sogenannten QualityPad bezahlt. In diesem Land, in dem Menschen und deren Meinungen durch Algorithmen gesteuert werden, lebt Peter Arbeitsloser. Er betreibt eine Maschinenverschrottungsanlage, denn in QualityLand ist das Reparieren defekter Gegenstände strengstens verboten.