IMG_7799von Julia Wessel

Sommer in Wuppertal, der frisch gebackene Juli brennt vom Himmel und im botanischen Garten auf der Elisenhöhe haben Gäste verschiedener Form und Farbe Einzug erhalten: Bereits zum 8. Mal stellt das Skulpturenprojekt Hardt plastische Arbeiten in diesem besonderen Ambiente aus – in diesem Jahr von insgesamt 16 Künstlern aus Wuppertal und Umgebung bis nach Paris. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2009 vom im vergangenen Jahr verstorbenen Wuppertaler Künstler Oswald Gibiec-Oberhoff – Dieses Jahr übernahmen Jaana Caspary, Charlotte Perrin und Jonas Hohnke die Regie.

von Larissa Plath

Ein strahlend schöner Sommerabend in Wuppertal: Die Uhr zeigt kurz vor neunzehn Uhr und die angenehm klimatisierte Eingangshalle des Von der Heydt-Museums füllt sich langsam mit den ersten neugierigen Besuchern der diesjährigen Kunst- und Museumsnacht. Ganz im Zeichen der aktuellen Retrospektive „Jankel Adler und die Avantgarde“ bietet der Abend im Museum am Turmhof eine Reihe von Aktionen rund um den jüdischen Künstler und sein Werk. Unter dem Motto „Maserchen verzähle“ findet eine ganz besondere Führung durch die Ausstellung statt, bei der die Erläuterungen zu Adlers Werk mit jiddischen Geschichten ergänzt werden.

von Larissa Plath

„Expressionismus und alle anderen unkonventionellen Dramentechniken haben nur ein wichtiges Ziel, und das ist, der Wahrheit näher zu kommen“, so Tennessee Williams in seinem Vorwort zur „Glasmenagerie“. Das Schauspiel Wuppertal bringt den 1944 uraufgeführten, stark biographisch inspirierten Klassiker in einer werkgetreuen, dabei gleichzeitig aktualisierten Version auf die Bühne und begibt sich im Spiel der Erinnerungen auf die Suche nach der Wahrheit hinter der Illusion.

Der Wiener Autor und gebürtige Tscheche Michael Stavarič las im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale in der Wuppertaler Viertelbar aus seinem Roman Gotland. Der gewitzte Leser wird vielleicht den Romantitel nicht direkt mit dem Begriff Gott assoziieren. Tatsächlich ist die schwedische Insel Gotland gemeint, da sich ein großer Teil des Romans dort abspielt. Dennoch spielt Gott in dieser Geschichte eine wesentliche Rolle. Aber welche? Dem sollte man auf den Grund gehen. Sofern es einem gelingt.

von Larissa Plath

Die Wahrheit hat viele Gesichter. Mal versteckt sie sich hinter dem Schleier der Notlüge, ein anderes Mal ist sie als scheinbare Wirklichkeit getarnt. Sie kann als Halbwahrheit auftreten und im extremen Fall zur Unwahrheit, zur Lüge werden. Bis zu einem gewissen Grad bleibt Wahrheit immer subjektiv, verhandelbar, niemals endgültig. Getreu dem Motto #SchönLügen der diesjährigen Wuppertaler Literatur Biennale widmete sich das Ensemble des Schauspiels Wuppertal am vergangenen Montag der Wahrheitsfrage im Kontext des Theaters und zeigte in einer abwechslungsreichen Lesung unterschiedliche Facetten von Schein und Sein auf.

Im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale fand der guatemaltekische Autor Arnoldo Gálvez Suárez seinen Weg in die Börse, um dort aus seinem neuesten Buch Die Rache der Mercedes Lima zu lesen, gemeinsam mit Universitätsprofessor Matei Chihaia und Übersetzter Lutz Kliche über Gewalt zu sprechen und in den Dialog mit dem Publikum zu treten. Dabei gewährte er nicht nur Einblicke in seine Literatur, sondern ließ seine Zuhörer im selben Zuge auch an den dunklen Traumata der Vergangenheit seiner Heimat teilhaben.

 

IMG_7727von Lara Ehlis

maryvon Marajka Parplies

„Am Anfang war der Stein. Am Anfang war der Stein. Am Anfang…“ Fiston Mwanza beginnt seine Lesung zu seinem Debütroman “Tram 83“ mit dem Stilmittel Repetitio, das direkt dafür sorgt, dass die zahlreich anwesenden Personen im Ort/Peter Kowald Gesellschaft e.V. am vergangenen Donnerstagabend unter dem Thema „Musik trifft Literatur“ im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale aufmerksam seinen Worten lauschen.

„Zunehmende Möglichkeiten der Kommunikation fördern zunehmende Isolation von Individuen“

von Lilian Engel

Im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale las John von Düffels aus seinem neuen Roman Das Klassenbuch. Zwischen dem Autor und David Eisermann, der durch den Abend führte, entwickelte sich eine angeregter Dialog über neue Medien, fortschreitende Technologien und das ewige Thema des Generationenverhältnisses.

IMG_7799von Julia Wessel

Was geschieht, wenn Jean Paul Sartre, Erich Kästner, Franz Liszt und Dead Can Dance aufeinandertreffen? Die Antwort lautet: große Kunst! Das bewiesen sechs Studierende der Bergischen Uni Wuppertal mit drei ebenso gut besuchten wie gelungenen Vorstellungen unter dem Titel „Alte Liebe. Neue Lieder“. 15 Jahre lang leitete Cornelia Niedzkowski, Gesangsdozentin im Fachbereich Musikpädagogik, das Projekt „Musik trifft Literatur“. Die vergangenen drei Aufführungen waren jedoch vorerst die letzten Veranstaltungen dieser Reihe.

von Larissa Plath

Ein ebenmäßiges Gesicht, umrahmt von einer goldglänzenden Haarpracht: Dorian Gray stellt die personifizierte Jugend und Schönheit dar. Diese zu erhalten wird zu seiner Obsession, das Stillen seiner Begierden zu seinem vorrangigen Lebensinhalt.
An den vergangenen beiden Wochenenden präsentierte das TalTonTHEATER seine glanzvolle Bühnenfassung des 1891 erschienenen Romans Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Die Ästhetisierung des Lebens, ein radikaler Hedonismus und der damit einhergehende Verlust jeglicher Moral sind universelle Themen, die Wildes Klassiker prägen und zu zahlreichen Adaptionen geführt haben.