Seit fast anderthalb Jahren gibt es unseren Blog nun schon – Wahnsinn! Inzwischen ist das regelmäßige Schreiben hier für viele von uns ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Mit großem Eifer verfassen wir Rezensionen, berichten über Veranstaltungen, die wir besucht haben oder besuchen möchten, und sammeln Ideen für neue Buchtipp-Listen.

Darüber, wie es bei uns in den ‚Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaften‘ (‚AVL‘) der Uni Wuppertal so hinter den Kulissen aussieht, haben wir bisher eher geschwiegen. Das soll sich nun ändern. Am 19. Dezember feierten wir nämlich unsere alljährliche Weihnachtsfeier, an der wir euch rückblickend gerne teilhaben lassen möchten.

von Jana Schmidt

6. Dezember 2018, kurz nach 18 Uhr: Immer mehr Menschen strömen durch die Eingangspforte der Solinger „Jahnkampfbahn“. In ein paar Minuten wird die rund 5000 Plätze umfassende Zuschauertribüne fast bis zur Hälfte belegt sein. Obwohl das denkmalgeschützte Stadion im Stadtteil Wald auch 90 Jahre nach seiner Eröffnung noch recht intensiv für diverse Sport- und Kulturveranstaltungen genutzt wird, ist eine solche Besucherzahl doch eher ungewöhnlich.

von Jana Schmidt

Und noch etwas ist heute anders. Gespannte Wettkampfstimmung? Fehlanzeige! Denn die Leute sind nicht etwa gekommen, um ihre Lieblingsfußballmannschaft anzufeuern. Sie wollen gemeinsam das Nikolausfest feiern, sich dem musikalischen Zauber der Vorweihnachtszeit hingeben und Zeugen einer Premiere werden: Die Stadtwerke Solingen haben zum allerersten Solinger Nikolaussingen eingeladen.

von Larissa Plath

Was haben ein fehlender Duschvorhang und die göttliche Strafe miteinander zu tun? Auf den ersten Blick rein gar nichts, möchte man meinen. Wer am vergangenen Freitag jedoch unter den arglosen Zuschauern im Polizeipräsidium in Barmen weilte und die nunmehr zehnte „Schnappschuss“-Ausgabe des Wuppertaler Schauspielensembles miterlebte, weiß um den folgenreichen Charakter scheinbar lapidarer Details und Harmlosigkeiten. Unter dem Motto „Das kommt davon!“ präsentierte das Dreiergespann aus Thomas Braus, Martin Petschan und Lena Vogt eine abwechslungsreiche Darbietung im Stil des film noir.

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von Marajka Parplies

 

Vergangenen Dienstag las der deutschlandweit einem breiteren Publikum bekannte und beliebte Schriftsteller, Kolumnist und Kleist-Preisträger Max Goldt in der Wuppertaler Kulturstätte die börse ausgewählte ältere und neue Texte (vor). Im für den draußen wetterbedingt ungemütlich bekannten November passend gemütlicheren Ambiente des Roten Salons konnten die recht zahlreich erschienenen ZuhörerInnen bei Bier und Nachos „abloungen“ und dabei seinen Texten lauschen.

von Larissa Plath

Jimmy Porter ist zornig. Seine Wut richtet sich gegen alles und jeden, vor allem aber gegen den Zustand der Nachkriegsgesellschaft im England der 1950er Jahre. „Sehr früh habe ich gelernt, was zornig sein heißt – zornig und hilflos. Und ich kann das nicht vergessen“, resümiert Jimmy. Dass seine Frau Alison der oberen Mittelschicht und nicht wie er selbst der Arbeiterklasse angehört, sorgt für ständige Konflikte. Auf engstem Raum leben die beiden zusammen, mehr gegen- als miteinander, sie die Zielscheibe seiner Tiraden und er das Zentrum, um das sich alles dreht.

IMG_7799von Julia Wessel

Seit Freitag schmücken sechs verschiedene Motive unsere Schwebebahnstationen: Opernsänger in voller Montur im Freibad Mirke, auf dem Spielplatz am Platz der Republik, vor einer Barmer Imbissbude, am Ölberg, im Stadion am Zoo oder mitten in der Wupper. Der Slogan: „Wir lieben Wopertal“ – ein Wortspiel, das schon vor drei Jahren auf einem Post-It im Büro des Opernintendanten Berthold Schneider geboren wurde und jetzt als Sprechblase auf den neuen Plakaten prangt.

IMG_7799von Julia Wessel

Wie spielt man Hitler richtig? Ist es pietätlos, direkt danach einen KZ-Häftling darzustellen? Und darf man über Joseph Goebbels lachen? Diese und noch existenziellere Fragen stellen sich drei Schauspieler, die auf den Beginn einer Talkshow warten. Sich an ihren Rollen messen. Im Gespräch kommen die Gesichter dahinter zutage, alte und neue Schauspieltraditionen treffen aufeinander. Dann: Lichtwechsel. Zwei alternde Schauspielerinnen verhandeln zwischen TV und Theater, eingefahrenen Geschlechterrollen und dramatischen Abgängen.

von Larissa Plath

„There’s no business like showbusiness“ – Dieses Motto hat sich wohl auch Gerichtsrat Walter (Jonas Gruber) zum Vorbild genommen. Statt seinen „Lokaltermin“ im Gericht auf die übliche Weise wahrzunehmen, führt er das anwesende Publikum an diesem Abend gekonnt galant durch die mit Leuchtbuchstaben angekündigte „Adam and Eve“-Show. Seine übliche Richterrobe gegen einen rosa Schlaghosenanzug getauscht schreitet er, stets ein breites Strahlegrinsen tragend, die silberne Glitzertreppe hinab zur Tat. Die ursprünglich geplante Inspektion muss warten, nun gilt es, einen Fall vor Gericht zu bringen: Wer hat des Nachts beim überstürzten Verlassen von Eve Rulls (Lena Vogt) Zimmer den Krug vom Fensterbrett geworfen und zerbrochen?

Axel Kruse, 2014 Gewinner des Deutschen Science Fiction Preises und Fans des Genres schon länger ein Begriff, hat freundlicherweise den Weg vom Ruhrgebiet ins Tal angetreten, um mit uns über Science Fiction, das Autordasein, Zeitreisen und das Verhältnis von Literatur und Politik zu sprechen.

Das Interview führte Caroline Köhler

IMG_7799von Julia Wessel

Trotz des nachmittäglichen Schauers sind die Stuhlreihen vor der Open Air-Bühne voll besetzt, auf dem Hügel dahinter haben es sich weitere Zuschauer auf Picknickdecken in der Abendsonne gemütlich gemacht. Die renommierte Konzertreihe Klangart, die seit 2009 mit anspruchsvoller Jazz- und Weltmusik zu besonderen Konzerterlebnissen in den Skulpturenpark lädt, vereinte am 21. Juli vier sehr verschiedene Ausnahmemusiker zu einer außergewöhnlichen Melange: