Es ist soweit: die lit.Ruhr, das neue Literaturfestival im Ruhrgebiet, geht in die zweite Runde. Vom 09. bis zum 14. Oktober steht der Pott ganz im Zeichen des geschriebenen Wortes.

IMG_7782von Nadine Wichmann

Die lit.Ruhr ist zurück. Es ist bereits ihr zweites Jahr, nach einem überaus erfolgreichen Start im Herbst 2017. Der Ableger des Festivals lit.Cologne, welches im Frühjahr in Köln stattfindet, hat auch in den Ruhrgebietsstädten großen Anklang gefunden und bewiesen, dass das lokale Publikum für Lesungen internationaler Bestsellerautoren bereit ist.

In diesem Jahr wartet die Veranstaltungsreihe mit einem bunten Programm auf: deutschsprachige und internationale Autoren lesen, es finden Gespräche und literarische Abende statt.

IMG_7799von Julia Wessel

Seit Freitag schmücken sechs verschiedene Motive unsere Schwebebahnstationen: Opernsänger in voller Montur im Freibad Mirke, auf dem Spielplatz am Platz der Republik, vor einer Barmer Imbissbude, am Ölberg, im Stadion am Zoo oder mitten in der Wupper. Der Slogan: „Wir lieben Wopertal“ – ein Wortspiel, das schon vor drei Jahren auf einem Post-It im Büro des Opernintendanten Berthold Schneider geboren wurde und jetzt als Sprechblase auf den neuen Plakaten prangt.

IMG_7799von Julia Wessel

Wie spielt man Hitler richtig? Ist es pietätlos, direkt danach einen KZ-Häftling darzustellen? Und darf man über Joseph Goebbels lachen? Diese und noch existenziellere Fragen stellen sich drei Schauspieler, die auf den Beginn einer Talkshow warten. Sich an ihren Rollen messen. Im Gespräch kommen die Gesichter dahinter zutage, alte und neue Schauspieltraditionen treffen aufeinander. Dann: Lichtwechsel. Zwei alternde Schauspielerinnen verhandeln zwischen TV und Theater, eingefahrenen Geschlechterrollen und dramatischen Abgängen.

von Larissa Plath

„There’s no business like showbusiness“ – Dieses Motto hat sich wohl auch Gerichtsrat Walter (Jonas Gruber) zum Vorbild genommen. Statt seinen „Lokaltermin“ im Gericht auf die übliche Weise wahrzunehmen, führt er das anwesende Publikum an diesem Abend gekonnt galant durch die mit Leuchtbuchstaben angekündigte „Adam and Eve“-Show. Seine übliche Richterrobe gegen einen rosa Schlaghosenanzug getauscht schreitet er, stets ein breites Strahlegrinsen tragend, die silberne Glitzertreppe hinab zur Tat. Die ursprünglich geplante Inspektion muss warten, nun gilt es, einen Fall vor Gericht zu bringen: Wer hat des Nachts beim überstürzten Verlassen von Eve Rulls (Lena Vogt) Zimmer den Krug vom Fensterbrett geworfen und zerbrochen?

Axel Kruse, 2014 Gewinner des Deutschen Science Fiction Preises und Fans des Genres schon länger ein Begriff, hat freundlicherweise den Weg vom Ruhrgebiet ins Tal angetreten, um mit uns über Science Fiction, das Autordasein, Zeitreisen und das Verhältnis von Literatur und Politik zu sprechen.

Das Interview führte Caroline Köhler

IMG_7799von Julia Wessel

Trotz des nachmittäglichen Schauers sind die Stuhlreihen vor der Open Air-Bühne voll besetzt, auf dem Hügel dahinter haben es sich weitere Zuschauer auf Picknickdecken in der Abendsonne gemütlich gemacht. Die renommierte Konzertreihe Klangart, die seit 2009 mit anspruchsvoller Jazz- und Weltmusik zu besonderen Konzerterlebnissen in den Skulpturenpark lädt, vereinte am 21. Juli vier sehr verschiedene Ausnahmemusiker zu einer außergewöhnlichen Melange:

IMG_7799von Julia Wessel

Das Freiluftkino im Innenhof der Alten Feuerwache hat sich seit seiner Entstehung im Jahr 2002 unter dem Titel „Talflimmern“ fest im Wuppertaler Sommerleben etabliert. Diesen Freitagabend startet die diesjährige Flimmersaison, die an 27 Juli- und Augustabenden anspruchsvolle Filme in gemütlicher Atmosphäre bietet – dank der Überdachung bei jedem Wetter.

IMG_7799von Julia Wessel

Sommer in Wuppertal, der frisch gebackene Juli brennt vom Himmel und im botanischen Garten auf der Elisenhöhe haben Gäste verschiedener Form und Farbe Einzug erhalten: Bereits zum 8. Mal stellt das Skulpturenprojekt Hardt plastische Arbeiten in diesem besonderen Ambiente aus – in diesem Jahr von insgesamt 16 Künstlern aus Wuppertal und Umgebung bis nach Paris. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2009 vom im vergangenen Jahr verstorbenen Wuppertaler Künstler Oswald Gibiec-Oberhoff – Dieses Jahr übernahmen Jaana Caspary, Charlotte Perrin und Jonas Hohnke die Regie.

IMG_7799von Julia Wessel

Wenn die Vorlesungszeit des Semesters in die Endphase geht, sind die traditionellen Abschlusskonzerte von Chor und Orchester der Uni Wuppertal nicht weit. Am 12. und 13. Juli bieten die beiden von Christoph Spengler geleiteten Ensembles ein abwechslungsreiches Programm von Pop bis Klassik, von verträumten Balladen bis hin zu temperamentvoller Filmmusik.

von Larissa Plath

Ein strahlend schöner Sommerabend in Wuppertal: Die Uhr zeigt kurz vor neunzehn Uhr und die angenehm klimatisierte Eingangshalle des Von der Heydt-Museums füllt sich langsam mit den ersten neugierigen Besuchern der diesjährigen Kunst- und Museumsnacht. Ganz im Zeichen der aktuellen Retrospektive „Jankel Adler und die Avantgarde“ bietet der Abend im Museum am Turmhof eine Reihe von Aktionen rund um den jüdischen Künstler und sein Werk. Unter dem Motto „Maserchen verzähle“ findet eine ganz besondere Führung durch die Ausstellung statt, bei der die Erläuterungen zu Adlers Werk mit jiddischen Geschichten ergänzt werden.