IMG_7799von Julia Wessel

Diesen Mittwochabend wird die Wuppertaler Universitätsbibliothek zum Vortragsraum für einen besonderen Gastredner: Frank Witzel wird über das Werk der US-Amerikanischen Rockband Phish referieren, die vor allem für  Improvisationskünste bekannt ist. Witzel, dessen ebenso umfangreicher wie komplexer Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ im Jahr 2015 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, ist neben seinem Schaffen als Schriftsteller selbst als Musiker tätig.

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Die Spielzeit der Wuppertaler Bühnen neigt sich dem Ende zu. Doch während schon erste Einblicke in die nächste gewährt werden, steht die vorletzte Premiere der aktuellen Saison vor der Tür: Ab dem 16. Juni zeigt das Schauspielensemble im Theater am Engelsgarten Tennessee Williams‘ Die Glasmenagerie – Traumwerkstatt, Erinnerungskarrussel, Familiendrama.

Jede Familie hat ihr Päckchen zu tragen. So auch Amanda, ihre Tochter Laura und ihr Sohn Tom, vom Familienvater verlassen, entwurzelt und auf engstem Raum zusammengepfercht. Aus dieser Situation findet jedes der Familienmitglieder einen eigenen Ausweg: Mutter Amanda lebt in der Vergangenheit und will ihre unerfüllten Sehnsüchte nun von ihren Kindern verwirklicht sehen. Tom muss die Rolle des Familienernährers übernehmen, flüchtet sich aber zunehmend ins Kino, in die Welten seiner Helden. Die leicht gehandicapte Laura zieht sich vollends aus dem sozialen Leben zu ihrer Armee aus Glastierchen zurück. Bis eines Tages der gutaussehende Jim zu Besuch kommt – und mit ihm die Hoffnung auf ein besseres Leben.

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Die Verträge sind unterzeichnet: Die Akademie der inklusiven Künste – bekannt unter dem Projektnamen „Glanzstoff“ – wird auch in Zukunft mit dem Schauspiel der Wuppertaler Bühnen kooperieren. Bereits unter der künstlerischen Leitung des Theaterpädagogen Markus Höller entstanden Projekte mit Darstellern mit verschiedenen Handicaps. Nun tritt Bardia Rousta seine Nachfolge an, der zuvor bereits als Tänzer und Schauspieler und zuletzt als Theaterpädagoge am Jungen Schauspiel Düsseldorf tätig war.

von Larissa Plath

Für die 11-Jährige Ellen, Protagonistin in Linda Boström Knausgårds Roman Willkommen in Amerika, ist Sprache ein Instrument der Macht, dem sie sich bewusst entzieht. Nach dem Tod des Vaters verstummt Ellen; sie fürchtet die Kraft ihrer Gedanken, misstraut der Wirkung des gesprochenen Wortes und beschließt fortan zu schweigen. Eindringlich beschreibt sie das erdrückende Zusammenleben innerhalb einer Familie, in der sich jeder auf seine Art vor der Wahrheit verschließt.

Es ist wieder soweit! Vom 6. bis zum 19. Mai findet die bereits vierte Wuppertaler Literatur Biennale statt. Das diesjährige Motto steht ganz unter dem Titel „Schön lügen“.

Das Literaturfestival, welches sich in den letzten Jahren großen Interesses und vieler neugieriger Besuchern erfreuen konnte, wird am Sonntag, den 6. Mai von Bodo Kirchhoff eröffnet. An diesem Abend wird auch der Literaturpreis verliehen, der dieses Jahr an Yannic Han Biao Federer für seine Erzählung stay hungry geht.

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Ein Amoklauf mit 37 Toten – und einem Überlebenden. Für John Smith gibt es dafür nur eine Erklärung: Gott hat ihn auserwählt und ihm die Chance gegeben, ein besserer Mensch zu werden. Doch Johns Umfeld traut dem plötzlichen Sinneswandel nicht. Ab dem 5. Mai zeigt das Schauspiel Wuppertal mit „Zur Mittagsstunde“ erstmalig ein Stück des US-Amerikaners Neil LaBute, der neben seiner Tätigkeit als Dramatiker unter anderem bei Filmen wie „Besessen“ (2002) und „The Wicker Man“ (2006) Regie führte. Ein Werk über Zufall und Vorsehung, Neuanfänge und Theodizee, inszeniert von Schirin Khodadadian.

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Was geschieht, wenn Jean Paul Sartre, Erich Kästner, Franz Liszt und Dead Can Dance aufeinandertreffen? Die Antwort lautet: große Kunst! Das bewiesen sechs Studierende der Bergischen Uni Wuppertal mit drei ebenso gut besuchten wie gelungenen Vorstellungen unter dem Titel „Alte Liebe. Neue Lieder“. 15 Jahre lang leitete Cornelia Niedzkowski, Gesangsdozentin im Fachbereich Musikpädagogik, das Projekt „Musik trifft Literatur“. Die vergangenen drei Aufführungen waren jedoch vorerst die letzten Veranstaltungen dieser Reihe.

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von Julia Wessel

Der Begriff „Heimat“ ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt. Im Positiven wie Negativen wirft das Bedeutungsfeld zahlreiche Konnotationen auf, wie Flucht, Entwurzelung, Sehnsucht und Zugehörigkeit. Diesen Themen widmet sich auch die diesjährige Veranstaltungsreihe der auf drei Spielzeiten angelegten Initiative „Sound of the City“ der Oper Wuppertal, diesmal unter dem Titel „Teil 2: Copyright Heimat“.