von Larissa Plath

Auf den Höhen der Bergischen Universität Wuppertal wird das neue Jahr musikalisch eingeläutet: Statt Vorlesungen oder Gastvorträgen zu lauschen, gilt es, sich in neue Gefilde zu wagen, wenn am 10. Januar Musiker des Wuppertaler Sinfonieorchesters im Rahmen der Konzertreihe „Uptown Classics“ die Räumlichkeiten am Grifflenberg bereits zum zweiten Mal als unkonventionelle Spielstätte erkunden.

Seit fast anderthalb Jahren gibt es unseren Blog nun schon – Wahnsinn! Inzwischen ist das regelmäßige Schreiben hier für viele von uns ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Mit großem Eifer verfassen wir Rezensionen, berichten über Veranstaltungen, die wir besucht haben oder besuchen möchten, und sammeln Ideen für neue Buchtipp-Listen.

Darüber, wie es bei uns in den ‚Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaften‘ (‚AVL‘) der Uni Wuppertal so hinter den Kulissen aussieht, haben wir bisher eher geschwiegen. Das soll sich nun ändern. Am 19. Dezember feierten wir nämlich unsere alljährliche Weihnachtsfeier, an der wir euch rückblickend gerne teilhaben lassen möchten.

von Jana Schmidt

6. Dezember 2018, kurz nach 18 Uhr: Immer mehr Menschen strömen durch die Eingangspforte der Solinger „Jahnkampfbahn“. In ein paar Minuten wird die rund 5000 Plätze umfassende Zuschauertribüne fast bis zur Hälfte belegt sein. Obwohl das denkmalgeschützte Stadion im Stadtteil Wald auch 90 Jahre nach seiner Eröffnung noch recht intensiv für diverse Sport- und Kulturveranstaltungen genutzt wird, ist eine solche Besucherzahl doch eher ungewöhnlich.

von Jana Schmidt

Und noch etwas ist heute anders. Gespannte Wettkampfstimmung? Fehlanzeige! Denn die Leute sind nicht etwa gekommen, um ihre Lieblingsfußballmannschaft anzufeuern. Sie wollen gemeinsam das Nikolausfest feiern, sich dem musikalischen Zauber der Vorweihnachtszeit hingeben und Zeugen einer Premiere werden: Die Stadtwerke Solingen haben zum allerersten Solinger Nikolaussingen eingeladen.

Die Wochen vor Weihnachten sind zwar jedes Jahr voll belegt mit Weihnachtsfeiern, dennoch gibt es häufig hier und da ein wenig Luft im Kalender. Falls ihr noch auf der Suche seid, wie ihr die freie Zeit mit lieben Menschen bei besonderen, vorweihnachtlichen Events verbringen könnt, werdet ihr in unserer Empfehlungsliste mit Veranstaltungen während der Adventszeit und vor Silvester sicher fündig:

von Larissa Plath

Was haben ein fehlender Duschvorhang und die göttliche Strafe miteinander zu tun? Auf den ersten Blick rein gar nichts, möchte man meinen. Wer am vergangenen Freitag jedoch unter den arglosen Zuschauern im Polizeipräsidium in Barmen weilte und die nunmehr zehnte „Schnappschuss“-Ausgabe des Wuppertaler Schauspielensembles miterlebte, weiß um den folgenreichen Charakter scheinbar lapidarer Details und Harmlosigkeiten. Unter dem Motto „Das kommt davon!“ präsentierte das Dreiergespann aus Thomas Braus, Martin Petschan und Lena Vogt eine abwechslungsreiche Darbietung im Stil des film noir.

von Larissa Plath

Eine Aufschrift in einer Bar im New Yorker Szeneviertel Greenwich Village lieferte Edward Albee die Idee für den Titel des Dramas, das zu seinem Meisterwerk werden sollte: In Anlehnung an das bekannte Kinderlied um den „großen bösen Wolf“ kommt Albees Stück auf den ersten Blick harmlos daher, entpuppt sich aber sehr schnell als bitterböse Satire, die mit dem ‚American Way of Life‘ abrechnet. Das Cronenberger TiC-Theater nimmt Albees meistgespieltes Werk im Rahmen der Reihe „Starke Stücke“ in den aktuellen Spielplan auf.

mary
von Marajka Parplies

 

Vergangenen Dienstag las der deutschlandweit einem breiteren Publikum bekannte und beliebte Schriftsteller, Kolumnist und Kleist-Preisträger Max Goldt in der Wuppertaler Kulturstätte die börse ausgewählte ältere und neue Texte (vor). Im für den draußen wetterbedingt ungemütlich bekannten November passend gemütlicheren Ambiente des Roten Salons konnten die recht zahlreich erschienenen ZuhörerInnen bei Bier und Nachos „abloungen“ und dabei seinen Texten lauschen.

 

Max Goldt, Schriftsteller, Musiker, 2008 ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis (zu seinem Verdruss nicht den Deutschen Buchpreis) und schärfster Beobachter der zu Unrecht nicht geachteten Alltagsphänomene, liest am 6. November in der Wuppertaler Kulturstätte die börse eine sorgfältig ausgewählte Menge an Texten seiner bisherigen Veröffentlichungen.

 

maryvon Marajka Parplies

von Larissa Plath

Jimmy Porter ist zornig. Seine Wut richtet sich gegen alles und jeden, vor allem aber gegen den Zustand der Nachkriegsgesellschaft im England der 1950er Jahre. „Sehr früh habe ich gelernt, was zornig sein heißt – zornig und hilflos. Und ich kann das nicht vergessen“, resümiert Jimmy. Dass seine Frau Alison der oberen Mittelschicht und nicht wie er selbst der Arbeiterklasse angehört, sorgt für ständige Konflikte. Auf engstem Raum leben die beiden zusammen, mehr gegen- als miteinander, sie die Zielscheibe seiner Tiraden und er das Zentrum, um das sich alles dreht.

Es ist soweit: die lit.Ruhr, das neue Literaturfestival im Ruhrgebiet, geht in die zweite Runde. Vom 09. bis zum 14. Oktober steht der Pott ganz im Zeichen des geschriebenen Wortes.

IMG_7782von Nadine Wichmann

Die lit.Ruhr ist zurück. Es ist bereits ihr zweites Jahr, nach einem überaus erfolgreichen Start im Herbst 2017. Der Ableger des Festivals lit.Cologne, welches im Frühjahr in Köln stattfindet, hat auch in den Ruhrgebietsstädten großen Anklang gefunden und bewiesen, dass das lokale Publikum für Lesungen internationaler Bestsellerautoren bereit ist.

In diesem Jahr wartet die Veranstaltungsreihe mit einem bunten Programm auf: deutschsprachige und internationale Autoren lesen, es finden Gespräche und literarische Abende statt.