Susanne Röckel beschreibt in ihrem Roman Der Vogelgott, wie sich die Fantasterei nach und nach Einzug in die Köpfe ihrer wehrlosen Opfer verschafft.

von Kira Ehlis

„Ich ließ mich von jenem Dunklen locken, das sich mir gezeigt hatte…“ Ebenso wie die Protagonisten des Buches, muss sich auch der Leser fühlen, so er sich denn entschließt, die von Susanne Röckel dargebotene Reise anzutreten. Und diese sollte wohl überlegt sein, denn Der Vogelgott ist wahrlich keine leichte Kost und spielt, wie sein Titel bereits vermuten lässt, in übernatürliche Sphären hinein. Dabei zwingt er den Leser mehr als einmal dazu, die gedankliche Wohlfühlzone zu verlassen. Mit ihrem Roman mit Elementen aus der Schauerromantik hat die Schriftstellerin und Übersetzerin ein Werk hervorgebracht, das es trotz – oder gerade wegen – seiner außergewöhnlichen Schilderungen auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2018 geschafft hat.

Jedes Jahr trifft sich Familie Paschen an einem See in Norddeutschland, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Und jedes Jahr läuft alles ziemlich gleich ab: der altbekannte Smalltalk, ein Spaziergang durch die verschneite Winterlandschaft, die abendliche Bescherung mit den üblichen, mehr oder weniger liebevoll ausgewählten Geschenken, anschließend Fondue mit Walnusssoße. Doch beim letzten Weihnachtsfest war etwas anders – und danach war nahezu die gesamte Familie Paschen tot.

von Jana Schmidt

In der (Vor-)Weihnachtszeit wird es draußen schneller dunkel, es ist kalt und so richtig gemütlich wird es erst, wenn man es sich auf dem Sofa bequem macht. Was passt dazu besser, als ein gutes Buch, das schon länger gelesen werden möchte? Oder darf es vielleicht gleich eine ganze Buchreihe sein? Pünktlich zum ersten Advent haben wir einige Buchvorschläge weihnachtlicher und nicht-weihnachtlicher Art, mit denen ihr euch die Zeit verschönern könnt:

mary
von Marajka Parplies

 

Vergangenen Dienstag las der deutschlandweit einem breiteren Publikum bekannte und beliebte Schriftsteller, Kolumnist und Kleist-Preisträger Max Goldt in der Wuppertaler Kulturstätte die börse ausgewählte ältere und neue Texte (vor). Im für den draußen wetterbedingt ungemütlich bekannten November passend gemütlicheren Ambiente des Roten Salons konnten die recht zahlreich erschienenen ZuhörerInnen bei Bier und Nachos „abloungen“ und dabei seinen Texten lauschen.

Netflix, Prime, Sky: TV on demand kennt jeder, aber wie steht es mit der Variante fürs Radio? Podcasts sind Hörproduktionen, die in einem bestimmten Rhythmus veröffentlicht werden und im Internet frei zum Download stehen. Innerhalb des wachsenden Angebots findet man nicht nur Sendungen zu nahezu jedem Thema, sondern auch zum Teil aufwändig produzierte Hörspiele und Unterhaltungsprogramme. Wir stellen euch unsere liebsten, internationalen Podcasts vor – von nerdig, über informativ, zu gruselig und spannend ist für jeden was dabei. Die jeweiligen Titel lassen sich entweder direkt über die jeweilige Homepage anhören, oder über Dienste wie iTunes oder Podcasts-Apps aufs Handy oder den PC laden.

 

Romanbiographie, fiktionale Biographie, biographischer Roman – Erzählungen über das Leben von Literaten und Künstlern haben derzeit Konjunktur und kommen in vielerlei Gestalt daher. Mal mehr oder weniger den gängigen Vorstellungen und Klischees über die jeweils dargestellte Person entsprechend, ein anderes Mal gezielt revisionistisch und neue Perspektiven eröffnend. Mit seinem 2018 in deutscher Übersetzung bei Diogenes erschienenen Roman Jack (Originaltitel: American Letters) fügt sich der neuseeländische Autor Anthony McCarten in diese Reihe ein: Sein Roman ist eine Hommage an das Werk Jack Kerouacs, die über eine bloße Literarisierung der Lebensgeschichte des King of the Beats hinausgeht.

von Larissa Plath

Kurz bevor Halloween vor der Tür steht, dachten wir uns, dass wir mal eine andere Art der Gruselliste erstellen: wir erzählen euch heute von Büchern, die uns schon damals beim Lesen peinlich waren und es auch heute irgendwie noch immer sind. Mittlerweile können wir aber verschämt lachend darauf zurückblicken und stehen zu unseren Jugend- und Erwachsenensünden.

Lara empfiehlt:
E.L. James – 50 Shades of Grey (alle drei Teile! Tatsächlich!)

Der Beginn dieses literarischen Ausrutschers begründet sich in dem Bedürfnis, mitreden zu können. Plötzlich sprachen alle – unter vorgehaltener Hand, versteht sich – über dieses neue, anrüchige Buch. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich jedoch vielmehr um minderwertige, eher so halb-aufregende Lektüre, die der Feder einer motivierten Fan Fiction-Autorin entstammte.