maryvon Marajka Parplies

Mwanza Mujilas Debütroman Tram 83 erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte über zwei Freunde im einzigen gleichnamigen Nachtclub Tram 83 in einer heruntergekommenen Großstadt im Kongo, wo allabendlich Menschen verschiedener und oft moralisch fragwürdiger Lebensentwürfe zusammenfinden: Prostituierte, Arme, Reiche, Studierende, ehemalige Kindersoldaten. In dieser von Krieg und Korruption gebeutelten Umgebung, zwischen Hoffnungslosigkeit und Globalisierung, treffen sich der politisch verfolgte und Schutz suchende Schriftsteller Lucien und der Kleinganove Requiem, nach langer Zeit wieder.

von Larissa Plath

Für die 11-Jährige Ellen, Protagonistin in Linda Boström Knausgårds Roman Willkommen in Amerika, ist Sprache ein Instrument der Macht, dem sie sich bewusst entzieht. Nach dem Tod des Vaters verstummt Ellen; sie fürchtet die Kraft ihrer Gedanken, misstraut der Wirkung des gesprochenen Wortes und beschließt fortan zu schweigen. Eindringlich beschreibt sie das erdrückende Zusammenleben innerhalb einer Familie, in der sich jeder auf seine Art vor der Wahrheit verschließt.

Es ist wieder soweit! Vom 6. bis zum 19. Mai findet die bereits vierte Wuppertaler Literatur Biennale statt. Das diesjährige Motto steht ganz unter dem Titel „Schön lügen“.

Das Literaturfestival, welches sich in den letzten Jahren großen Interesses und vieler neugieriger Besuchern erfreuen konnte, wird am Sonntag, den 6. Mai von Bodo Kirchhoff eröffnet. An diesem Abend wird auch der Literaturpreis verliehen, der dieses Jahr an Yannic Han Biao Federer für seine Erzählung stay hungry geht.