Wohin führt der Wunsch, ohne ökologischen Fußabdruck durchs Leben zu gehen? Eckhart Nickel greift das gesellschaftliche Streben nach einer ressourcenschonenden Lebensweise in seinem, unter anderem für den deutschen Buchpreis nominierten, Debütroman Hysteria auf und entwirft ein denkwürdiges Szenario, das der inhaltlichen Überladung jedoch nicht ganz standhält.

von Ben Sulzbacher

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Im Rahmen des Projekts „Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler“ wird die Kunstausstellung „Töchter der Lilith und des Prinzen von Theben“ von Larissa Scheermann in der Zentralbibliothek Wuppertal präsentiert. Vorgestellt werden Collagen von starken, unabhängigen Frauen wie der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler.

von Anthoula Hatziioannou

Keiko fällt es schwer, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Von klein auf sind das Verhalten und die Reaktionen anderer Menschen ein Rätsel für sie. Umgekehrt wird auch Keikos eigentümliche Art misstrauisch beäugt. Erst durch ihre Arbeit in einem japanischen Convenience Store, einem Konbini, findet sie einen Zugang zu ihrer Umwelt.
Die Autorin Sayaka Murata beschreibt in ihrem Roman Die Ladenhüterin die Versuche der Protagonistin, sich an eine für sie unverständliche Welt anzupassen, um in der Gesellschaft möglichst wenig anzuecken.

IMG_7841-3von Wiebke Martens

von Victoria Steffen und Larissa Plath

„Bimini“: Inselgruppe der Bahamas, mystischer Fleck und paradiesischer Sehnsuchtsort in Heinrich Heines gleichnamigem Gedicht. Ein Wort, das viele Assoziationen weckt. Wolfgang Anders (Martin Petschan) jedoch, eine der zentralen Figuren in Christoph Nußbaumeders Stück Im Schatten kalter Sterne, sieht darin lediglich die zusammengesetzten Namen der Firmengründer von „Bimini“. Der Rüstungskonzern wird durch die Übernahme eines Start-Ups zu Wolfgangs neuem Arbeitsplatz. Als Projektleiter und Experte für Künstliche Intelligenz und Mikrodrohnen soll er die Firma zum Vorreiter auf dem Gebiet der vollautonomen Waffentechnik machen. Für den Softwareentwickler ist es der Eintritt in eine fremde Welt.

Am Sonntag, den 10.02.2019, las die Schauspielerin, Film- und Fernsehproduzentin Julia Wolff im Rahmen des Projekts „Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler“ aus dem von Ulrike Schrader veröffentlichten Band Verzauberte Heimat. Else Lasker-Schüler und Wuppertal, einer Zusammenstellung mehrerer Werke der damaligen Dichterin.

Die am 11. Februar geborene Elisabeth Schüler war eine berühmte deutsch-jüdisch stämmige Wuppertaler Dichterin. Im Sommer schlüpft Wolff für das Theaterstück „Ich und Ich“ des Schauspiel Wuppertal vom 6. bis zum 13. Juli in die Rolle der Else Lasker-Schüler.

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von Anthoula Hatziioannou

Man sagt, die besten Geschichten schreibe das Leben. Daher präsentieren wir diese Woche eine besondere Auswahl an (auto-)biografischen Büchern. Der Clou dabei? Der Übergang zur Fiktion ist fließend! Statt sich den starren Regeln des Genres zu unterwerfen, verfassten diese Autorinnen und Autoren anspruchsvolle, spannende, witzige und ergreifende Kunstwerke, die zwar auf einem (oder mehreren) Leben basieren, aber es eben auch wagen, darüber hinaus zu gehen.

von Larissa Plath

Die Galerie des Wuppertaler Opernhauses liegt im Dunkeln. Durch eine der Seitentüren schleichen wir möglichst geräuschlos zu unserer Sitzreihe. Über uns wölbt sich das imposante Kuppeldach, unten sind hier und da ein paar schemenhafte Gestalten in der Nähe des Lichtpults auszumachen. Lediglich die Bühne ist hell beleuchtet. Ein Besuch im Opernhaus verspricht stets eine Veranstaltung in besonderer Atmosphäre, doch an diesem Februarabend ist die Stimmung eine andere, ungewohnte. Wir sind die einzigen Gäste, vielmehr stille Beobachter, für die der Vorhang geöffnet und vor der Premiere ein Blick auf die aktuelle Inszenierung ermöglicht wird.