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von Julia Wessel

Die Luft ist noch warm vom Scheinwerferlicht der Vorstellung am Vorabend. Verteilt über die Bühne des Opernhauses sind weiße Drehstühle angebracht, auf denen sich bereits die ersten Zuschauer hin und her bewegen. Michael Cook, der musikalische Leiter des Abends, gibt mit anschaulichen Beispielen zum Mitklatschen eine Einführung in die typische Phasenverschiebung der Minimal Music. Dann verdunkelt sich der Bühnenraum bis zur schwindelerregend hohen Decke und die Anwesenden werden Zeuge einer Kunstform für alle Sinne: der minimalistischen Video-Oper „Three Tales“ von Steve Reich und Beryl Korot, die nach dem Erfolg in der vergangenen Spielzeit erneut ins Programm der Wuppertaler Oper aufgenommen wurde.

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von Julia Wessel

„Francesco!“ Das Publikum der Premiere von „Pension Schöller“ braucht einen Moment der Orientierung, denn die gerufene Kellnerin Franziska trägt nicht nur Männerkleidung, sondern verfügt, nebst majestätischem Schnurrbart und buschigen Augenbrauen, wie auch ihre Kollegen über einen breiten italienischen Akzent.

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von Julia Wessel

Die studentische WG-Küche ist das moderne Forum. Hier werden die großen Fragen um Politik, Wirtschaft und Umwelt behandelt, bei einem selbstgekochten Essen und einem Glas Wein. Doch was passiert, wenn jemand die eigene Meinung nicht teilt? Muss er die Tischrunde verlassen? Oder gleich diese Welt? Das Bergische Uni-Theater (BUnT) hat sich in vier gut besuchten Vorstellungen seiner jüngsten Produktion „In Vino Veritas“ die brisante Frage gestellt, wie weit Überzeugung gehen darf.

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von Julia Wessel

Die Wuppertaler Immanuelskirche ist bis auf den letzten Platz besetzt. Das ist keine Seltenheit, wenn Chor und Orchester der Bergischen Universität unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler zu ihrem traditionellen Semesterabschlusskonzert laden – so auch am vergangenen Mittwoch nach einem erfolgreichen Debüt des aktuellen Programms in Düsseldorf.

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von Julia Wessel

Jedem das Seine. Das gilt auch für die eigene Einstellung. Doch was, wenn fünf linksliberale Studenten auf Holocaustleugner und homophobe Pfarrerinnen treffen? Dann ist eine hitzige Diskussion unumgänglich, da hilft weder ein gemütliches Abendessen in der WG-Küche noch ein guter Wein. Doch vielleicht kann eine gegenteilige Weltanschauung auch dazu anregen, die eigene zu überdenken – möglicherweise zum ersten Mal.

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von Julia Wessel

Welches Kind hat sie nicht geliebt, die Geschichten vom bösen Räuber Hotzenplotz und den gerissenen Listen der bemützten Burschen Kasperl und Seppel? Schon seit Ende November trieb der Räuber sein Unwesen im Theater am Engelsgarten, bevor er mit Sack und Pack umzog – auf die Bühne des Opernhauses. Dort ist das diesjährige Familienstück des Wuppertaler Schauspielensembles nach dem beliebten gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler nur noch wenige Male zu sehen, bevor es zum Engelsgarten zurückkehrt.