Spätestens in den letzten vier Monaten hat sich bewahrheitet, welche Kompetenz besonders im Umgang mit Medien unentbehrlich ist: Die Fähigkeit das Wahre vom Unwahren zu trennen. Das ist leichter gesagt als getan, denn die Berichterstattung der letzten Wochen war mehr als unübersichtlich, höchst dynamisch und darum selbst für Medienaffine kaum zu überblicken. Wie erkenne ich Falschmeldungen oder Fälschungen im Allgemeinen und wie kann man deren Verbreitung Einhalt gebieten? Die folgenden Werke versuchen unter anderem diese Fragen zu klären. 

„Viktoria!“. Leicht gedämpft klingt der Schrei des jungen Mannes, mit jeder Wiederholung drängender, verzweifelter. Unruhig tigert er umher, von rechts nach links, vor und zurück. Weit kommt er nicht, seine Bewegungen enden an meterhohen, quaderförmig angeordneten Plexiglaswänden, die ihn umgeben. Sein paillettenbesticktes Hemd funkelt in der Sonne, der goldene Faltenrock schwingt bei jeder seiner Bewegungen mit. Er hält inne, hämmert von innen gegen die Scheibe: „Viktoria!“.

von Larissa Plath

Das Reisen in (mehr oder weniger) ferne Gegenden ist leider momentan für die meisten nicht mehr als ein frommer Wunsch. Da das Wetter aber auch hierzulande teilweise tropische Formen annimmt, schnappen wir uns ein Buch und lassen uns in Fiktionswelten entführen, die vergessen machen, dass man sich eigentlich doch ’nur‘ auf dem heimischen Balkon befindet und den Cocktail selbst zubereitet hat.
Wir wünschen viel Spaß und eine erholsame Lesezeit mit unseren Romanempfehlungen, die ihre Leser*innen an reisewürdige Orte mitnehmen!

Abseits der üblichen Pfade von Gatsby und Co. haben wir uns auf die Suche begeben und eine Liste entdeckungswürdiger und lesenswerter Romane und Erzählungen zusammengestellt, die in den 1920ern erstmals veröffentlicht wurden. Dass unsere Auswahl nur einen kleinen Teil dieses abwechslungsreichen Jahrzehnts abbildet, versteht sich von selbst – wir lesen weiter und vielleicht folgt ja schon bald die nächste Liste…

Berufliche Ambitionen, persönliche Verwicklungen, traditionsbehaftete Strukturen – die Universität erweist sich als ergiebiger Romanschauplatz für kleinere und größere Konflikte. Ob amüsant-ironisch im Stil der campus novel oder eindringlich-realistisch, ist die Darstellung des akademischen Universums nicht selten mit einem kritischen Blick auf bestehende Verhältnisse verbunden. Welches besondere Lesevergnügen Campusgeschichten bereiten können, zeigen die folgenden fünf Romane.