Was wäre eine Adventszeit ohne das Plätzchenbacken? Während der Vorweihnachtsstress der  letzten Jahre kaum Zeit übrig ließ, neue Rezepte auszuprobieren, bietet sich das (notwendigerweise) etwas entschleunigte Jahr 2020 geradezu an, um das eigene Plätzchenrepertoire und die Back-Skills ein wenig zu erweitern – zum Beispiel mit diesen leckeren Hafer-Nuss-Plätzchen ;)

von Helena M. Stock

Es sind häufig die kleinen, persönlichen Traditionen, die wir uns entweder über die Jahre selber gestaltet oder von der Familie übernommen haben und die uns signalisieren: Bald ist Weihnachten! Da die Vorweihnachtszeit bei jedem ein wenig anders aussieht, öffnen wir heute ein weiteres Türchen unseres Adventskalenders und gewähren euch Eintritt in die Wohnzimmer der Redaktion, um unsere Advents-Traditionen mit euch zu teilen – hereinspaziert!

„Seit kurzem gibt es einen neuen Typ Schriftstellerin, der mir für den Augenblick der aussichtsreichste scheint: Die Frau, die Reportage macht, in Aufsätzen, Theaterstücken, Romanen. Sie bekennt nicht, sie schreibt sich nicht die Seele aus dem Leib […] die Frau berichtet, anstatt zu beichten.“ Was Erika Mann hier in ihrer Glosse „Frau und Buch“ als eine neue Form des weiblichen Schreibens charakterisiert, klingt auch in der Widmung an, die Margaret Goldsmith ihrem Roman Patience geht vorüber voranstellt. Von dem Anspruch, in einem Roman „wirklichen Menschen“ begegnen zu wollen ist dort die Rede: „Nur keine Illusionen, keine Romantik. Reportage willst Du haben. Ein Stück Leben“, fasst Goldsmith den Wunsch ihrer Freundin Martel Schwichtenberg zusammen, der sie das Buch gewidmet hat. Ein Stück Leben, das im Fall von Goldsmiths Protagonistin Patience auffallend modern ist und von der Autorin vor dem Hintergrund der 1920er und beginnenden 1930er Jahre geschildert wird.

von Larissa Plath