TBR-Bücherstapel oder: literarische gute Vorsätze

Allen Bücherfreunden ist das Problem des sogenannten „Pile of Shame“ bekannt: Über die Monate sammelt sich ein beachtlicher Stapel an Lesematerial an, der zum Ende des Jahres unbezwingbar erscheint. Wir zeigen euch, was 2019 bei uns liegen geblieben ist und mit uns als guter Vorsatz ins neue Jahr umziehen darf.

Nadines Bücherstapel:

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Tatsächlich habe ich die meisten Bücher, die 2019 bei mir eingezogen sind, sogar gelesen (hier bitte Tusch und Fanfaren einfügen!).
Ich finde meinen diesjährigen Pile of Shame also gar nicht sooo shameful – es könnte durchaus schlimmer sein.
Einige der Bücher sind schon angelesen, ich habe sie aber irgendwann liegen lassen und durch andere ausgetauscht (The Song of Achilles: S.173, Bad Feminist: S. 115, On the Road: S. 86, Die Zeuginnen: S. 215).
Komplett ungelesen, und das völlig zu unrecht, sind Beschreibung einer Krabbenwanderung, On Earth We’re Briefly Gorgeous, Milkman, Untergrundkrieg, Der Baron in den Bäumen sowie Der Revolver. 2020 kann also kommen – mein Bücherstapel ist definitiv bereit!

Laras Bücherstapel: 

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Hiermit präsentiere ich meinen Stapel, der sich aus den verschiedensten Büchern zusammensetzt: Mit-gutem-Vorsatz-Geliehenes (The People in the Trees), Reisemitbringsel (Narcopolis und Ball Lightning), ein Buch eines Autors, zu dessen Texten ich immer wieder und gerne greife (Spiegel und Maske), eine „neue Liebe“ (Die unsichtbaren Städte) und Romane eines gerade erst für mich entdeckten Autors (Neptunation und das kürzlich begonnene Am blinden Ufer – wer weiß, vielleicht noch bis Silvester beendet?). Zu guter Letzt darf es sich noch ein Exit-Spiel (Die Station im ewigen Eis) auf dem Stapel bequem machen, das gegen den Lagerkoller zum familiären Weihnachtsfest mitgenommen wird.

Anthoulas Bücherstapel: 

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Das ist mein kleiner TBR-Stapel. Da das Jahr 2019 sehr turbulent und aufwendig war, habe ich für das Jahr 2020 einige Bücher noch zu lesen. Angefangen habe ich mit Diana Gabaldon Feuer und Stein, da ich die Outlander-Serie sehr toll finde und gerne das Buch dazu lesen wollte. Sowohl die Scottish Ghost Stories von James Robertson als auch die unheimlichen Geschichten Flug und Angst von Stephen King und Bev Vincent habe ich abwechselnd im Zug und vor dem Zu-Bett-gehen angefangen zu lesen; ich bin jedoch noch nicht zum Ende dieser spannenden Bücher mit den jeweiligen Kurzgeschichten gekommen.
Ich freue mich auch darauf, Stephen Kings Feuerkind und J. K. Rowlings The Casual Vacancy im neuen Jahr zu lesen und die von einer lieben Freundin vorgeschlagene Buchreihe, angefangen mit dem ersten Band Switched, von Amanda Hocking endlich mal zu beginnen.

Kerstins Bücherstapel:

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2019 war nicht das beste Jahr, was meine Leseliste angeht. Viel Pflichtlektüre, andere Hobbies, das Bedürfnis nach acht Stunden Schlaf pro Nacht – all das hat zwar das Bücherkaufen minimiert, aber leider auch das Bücherlesen. Dabei kann ich mich über mangelnde Auswahl eigentlich nicht beschweren (auch wenn wohl jeder Leser weiß, dass es immer noch mindestens ein Buch gibt, für das man alle anderen liegen lassen würde). Vor meinen „Shelves of Shame“ also ein kleiner, handverlesener Stapel: Neben frühen Weihnachtsgeschenken (beide Dietmar Daths) einige Langzeitbewohner meiner Regale (Die Vereinigung jüdischer Polizisten und Was vom Tage übrig blieb) und zwei Neuzugänge aus diesem Jahr (Chronic City und Die wilden Detektive).

Larissas Bücherstapel:

TBR_Stapel

Neuerscheinungen finden sich keine im meinem Stapel der liegengebliebenen Bücher, dafür Altbewährtes und Wiederentdecktes. Darunter sind nicht nur Schätze, die ich beim Stöbern in den Programmen unabhängiger Verlage entdeckt habe (Der Mann, der Balzacs Romane schrieb, außerdem Kafkas Leoparden und Der Club der Buchstabenmörder), sondern auch zwei vielversprechende antiquarische Zufallsfunde (Cold Water und Des Nachts gehn wir im Kreis). Lion Feuchtwangers Goya wartet schon seit Anfang des Jahres auf seinen Einsatz, aus irgendeinem Grund kam aber immer ein anderes Buch dazwischen. Zwei französische Romane, die seit Ewigkeiten auf meiner Lektüreliste stehen, sind Raymond Queneaus Odile und Françoise Sagans Bonjour Tristesse. Entgegen meines Vorsatzes, so kurz vor Weihnachten keine Bücher mehr zu kaufen, ist erst letzte Woche Mein Herz – Niemandem in mein Regal gewandert: Zum Abschluss des Else Lasker-Schüler-Jahres gehört Kerstin Deckers Biografie über die Wuppertaler Künstlerin und Dichterin definitiv zu meiner Lektüre für die Weihnachtsferien.