VORSCHAU: Wuppertaler Literatur Biennale – John von Düffel

Foto: Katja Sonnenberg

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von Lilian Engel

In wie vielen Welten lebt der moderne Mensch? Welche Position bezieht er zu moderner Technik? Eine Wunderwelt voller Möglichkeiten oder reines Teufelswerk? Und wie verortet sich ein junger Mensch, der im Trubel der Pubertät seine Identität nicht nur in der analogen, sondern nun auch in der digitalen Welt finden muss? John von Düffel lässt in Das Klassenbuch neun Jugendliche erzählen, die sich in Zwischenwelten bewegen und zeichnet so eine Gesellschaftsstudie im Mikrokosmos Klassenzimmer im Kontrast zum grenzenlosen Netz. Die Schüler der elften Gymnasialklasse machen sich Sorgen um ihre Lehrerin Frau Höppner, die seit Wochen nicht in der Schule war. Die Gerüchteküche im Internet brodelt. Doch wer schreibt dort eigentlich? Welche Nachricht, welche Identität ist überhaupt real?

John von Düffel liest Passagen aus seinem neuen Roman Das Klassenbuch. Mit der Frage nach „Virtuellen Wahrheiten“, so der Titel des Abends, fügt sich das Thema seines Romans wunderbar in das Oberthema „Schön Lügen“ der diesjährigen Biennale ein und greift aktuelle Fragen nach dem Umgang mit Fake News und der mangelnden Medienkompetenz von Usern jeden Alters auf.

Dienstag, 8. Mai 2018, 19:30 Uhr, Eintritt: 12/6 Euro
Berufskolleg Elberfeld, Bundesallee 222, 42103 Wuppertal