Kurz bevor Halloween vor der Tür steht, dachten wir uns, dass wir mal eine andere Art der Gruselliste erstellen: wir erzählen euch heute von Büchern, die uns schon damals beim Lesen peinlich waren und es auch heute irgendwie noch immer sind. Mittlerweile können wir aber verschämt lachend darauf zurückblicken und stehen zu unseren Jugend- und Erwachsenensünden.

Lara empfiehlt:
E.L. James – 50 Shades of Grey (alle drei Teile! Tatsächlich!)

Der Beginn dieses literarischen Ausrutschers begründet sich in dem Bedürfnis, mitreden zu können. Plötzlich sprachen alle – unter vorgehaltener Hand, versteht sich – über dieses neue, anrüchige Buch. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich jedoch vielmehr um minderwertige, eher so halb-aufregende Lektüre, die der Feder einer motivierten Fan Fiction-Autorin entstammte.

Es ist soweit: die lit.Ruhr, das neue Literaturfestival im Ruhrgebiet, geht in die zweite Runde. Vom 09. bis zum 14. Oktober steht der Pott ganz im Zeichen des geschriebenen Wortes.

IMG_7782von Nadine Wichmann

Die lit.Ruhr ist zurück. Es ist bereits ihr zweites Jahr, nach einem überaus erfolgreichen Start im Herbst 2017. Der Ableger des Festivals lit.Cologne, welches im Frühjahr in Köln stattfindet, hat auch in den Ruhrgebietsstädten großen Anklang gefunden und bewiesen, dass das lokale Publikum für Lesungen internationaler Bestsellerautoren bereit ist.

In diesem Jahr wartet die Veranstaltungsreihe mit einem bunten Programm auf: deutschsprachige und internationale Autoren lesen, es finden Gespräche und literarische Abende statt.

IMG_7799von Julia Wessel

Seit Freitag schmücken sechs verschiedene Motive unsere Schwebebahnstationen: Opernsänger in voller Montur im Freibad Mirke, auf dem Spielplatz am Platz der Republik, vor einer Barmer Imbissbude, am Ölberg, im Stadion am Zoo oder mitten in der Wupper. Der Slogan: „Wir lieben Wopertal“ – ein Wortspiel, das schon vor drei Jahren auf einem Post-It im Büro des Opernintendanten Berthold Schneider geboren wurde und jetzt als Sprechblase auf den neuen Plakaten prangt.

IMG_7799von Julia Wessel

Wie spielt man Hitler richtig? Ist es pietätlos, direkt danach einen KZ-Häftling darzustellen? Und darf man über Joseph Goebbels lachen? Diese und noch existenziellere Fragen stellen sich drei Schauspieler, die auf den Beginn einer Talkshow warten. Sich an ihren Rollen messen. Im Gespräch kommen die Gesichter dahinter zutage, alte und neue Schauspieltraditionen treffen aufeinander. Dann: Lichtwechsel. Zwei alternde Schauspielerinnen verhandeln zwischen TV und Theater, eingefahrenen Geschlechterrollen und dramatischen Abgängen.